Konfektionsgrößen für Kleidung wurden erfunden, um ein vormals jedes Mal aufwändig maßgeschneidertes Produkt – nämlich Kleidung – unabhängig vom Kunden oder der Kundin in großer Stückzahl fertigen zu können. Da der Anwendungsort – der menschliche Körper – aber weiterhin eine sehr große Bandbreite an Ausgestaltungen aufweist, überzeugt die Normgrößen-Lösung nur eingeschränkt. Eine gewisse Annäherung an die tatsächliche Sachlage brachte die Einführung von weiteren Klassifizierungen zusätzlich zur Größe, nämlich Angaben zur Schnittform. Die hierbei wichtigste Unterscheidung ist die zwischen „Slim Fit“ und „Regular Fit“. Beide Bezeichnungen kommen aus dem Englischen und werden am häufigsten für T-Shirts und Hemden bzw. Blusen verwendet. „Fit“ bezeichnet den Schnitt bzw. den Sitz eines Kleidungsstückes, „Slim“ bedeutet „schlank“ und „Regular“ heißt „normal“ bzw. „regulär“.

Regular Fit: lockerer Schnitt für mehr Bewegungsfreiheit

Regular Fit T-ShirtDie Schnittform „Regular Fit“ wird manchmal auch „Comfort Fit“ oder „Loose Fit“ genannt. Dies deutet darauf hin, was sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt:  eine lockere Form, die einen besonderen Komfort ermöglicht. Regular Fit Hemden und T-Shirts weisen eine breite Schulter- bzw. Rückenpartie auf und fallen gerade herab. Sie nehmen die Körperform nicht auf und liegen nur an der breitesten Körperstelle, meistens am Schulterbereich, eng an. Diese Schnittform ermöglicht eine hohe Bewegungsfreiheit und/oder ist geeignet für Personen mit breitem Kreuz oder generell großem Umfang. Schmale oder sehr schmale Personen sollten Regular Fit Oberteile nur zu legeren Anlässen tragen, wohingegen breiter gebauten Personen mit Regular Fit Hemden in der richtigen Größe immer angemessen gekleidet sind.

Slim Fit: körperbetonter, enganliegender Schnitt

Slim Fit T-ShirtDer Schnitt „Slim Fit“ läuft manchmal auch unter „Body Fit“ und bedeutet: am Körper anliegend, die Körperform betonend. Nicht nur bei Damen weisen Slim Fit Blusen bzw. Hemden und T-Shirts eine Taillierung auf, welche durch Abnäher an den Rücken- oder Seitennähten oder durch eine entsprechende Form der Schnittmuster erreicht wird. Slim Fit Oberteile sind häufig kürzer als Regular Fit Modelle und reichen nur etwa bis auf Höhe des Hosenbundes. Je nach Art des Kleidungsstückes und sofern die Körperform geeignet ist, sollten bei gehobenen Anlässen und im Business-Bereich Slim Fit Oberteile getragen werden.

Slim Fit T-Shirts einfach ausziehen

Während Slim Fit T-Shirts sind in der Damenmode schon lange gang und gäbe sind, sind sie in der Herrenmode ein verhältnismäßig neues Phänomen. Der zum Ausziehen von weiten T-Shirts schon frühzeitig erlernte, beherzte Griff in den Nacken ist für diese Schnittform nicht mehr die optimale Herangehensweise. Spätestens, wenn – im Sommer nicht unerwartet – eine gewisse Feuchtigkeitsbildung den Stoff an der Haut kleben lässt, kommt Mann auf diese Weise nicht mehr aus dem T-Shirt heraus. Abhilfe schafft da nur die von Damen praktizierte Methode: Die bei normaler Körperhaltung das T-Shirt behindernde Schulterpartie verkleinern, indem die Arme vorne überkreuzt werden. In dieser Haltung das T-Shirt an den Seiten festhalten und nicht abziehen, sondern Richtung Kopf rollend umkrempeln, um so auch das Problem des Festklebens zu lösen.

 


Bilder
© domeci – Fotolia.com