Wenn der Nabel abgefallen und vollständig verheilt ist, ist es Zeit für das erste Bad im neuen zu Hause eines Babys. Doch viele Eltern haben vor dem ersten Baden mit ihrem Baby Angst. Sie stellen sich Fragen nach der richtigen Wassertemperatur, dem optimalen Badeschaum oder den passenden Griffen. Nach einiger Zeit ist das Routine, aber auch der erste Badespaß kann ein tolles Erlebnis sein.

 

Vorbereitungen für das erste Baden

Schon früh kommt die Frage nach der Art des Badens auf. Das erste Bad kann im Waschbecken stattfinden. Es hat eine gute Höhe, bei der Sie das Baby bequem mit einem Arm halten können. Achten Sie darauf, dass der Wasserhebel auf kalt steht. So gibt es keine Verbrennungen, falls Ihr Nachwuchs aus Versehen an den Hebel kommt.

Eine Babybadewanne ist am weitesten verbreitet. Meist ist diese an der Kommode oder dem Wickeltisch fürs Bad befestigt und somit auf einer guten Höhe. Später kann das Kleinkind auch mit einem Elternteil in die große Badewanne. Manche Kinder finden dabei erst so richtig Spaß am Baden. Bei einem Badeeimer sollten Sie darauf achten, keinen handelsüblichen Haushaltseimer zu nutzen, da dieser nicht stabil genug ist.

Badespaß mit Baby vorbereiten

Legen Sie zuerst einen Waschlappen und ein Badethermometer für die richtige Wassertemperatur bereit. Zu Beginn benötigen Sie weder Spielzeug noch Shampoo oder Waschlotion, das können Sie ab der etwa sechsten bis achten Woche hinzufügen. Auf der Wickelkommode sollten ein kuscheliges und vorgewärmtes Baby-Handtuch, saubere Kleidung und eine neue Windel warten. Außerdem können Sie das Kleine anschließend mit einer sanften Baby-Lotion eincremen.

Die Temperatur spielt beim Baden eine wichtige Rolle. Das Badezimmer sollte vorher angenehm vorgeheizt werden (über 22°C). Das Wasser ist optimal zwischen 37° und 38°C. So ist es weder zu kalt noch zu heiß. Während des Badens sollten Fenster und Türen geschlossen sein, damit Sie Luftzüge und eine Auskühlung vermeiden. Lüften können Sie danach immer noch.

 

Anleitung: So baden Sie Ihr Baby

Reinigen Sie den Windelbereich vor dem Baden und bereiten Sie alles vor. Mit einem nassen Waschlappen können Sie das Gesicht vor dem Baden reinigen, da manche Babys es nicht mögen, Badewasser im Gesicht zu haben. Füllen Sie die Wanne etwa zu drei Viertel mit Wasser. Entscheidend ist dabei die Größe Ihres Kindes.

Gerade bei den ersten Bade-Experimenten ist es wichtig, dass sich das Kind wohl fühlt. Später kann es entspannend und beruhigend wirken – besonders bei Blähungen und Bauchschmerzen – doch zu Beginn ist es für das Baby eine neue, ungewohnte Situation. Helfen Sie ihm, damit es sich nicht erschrickt. Dafür lassen Sie es mit den Füßen voran vorsichtig ins Wasser gleiten. Währenddessen sprechen oder singen Sie, das wirkt entspannend und beruhigend auf das Kind.

Halten Sie Ihren Nachwuchs fest in der Handbeuge. Legen Sie einen Arm unter Kopf und Schulter, bzw. den oberen Rücken. Die andere Hand hält den Po. Manche Babys wollen sehen, was sie erwartet und baden lieber in Bauchlage. Passen Sie aber auf, dass der Kopf immer über Wasser ist. Beobachten Sie Ihr Kind ganz genau während des Bades. So können Sie abschätzen, wann ein Staunen in Angst umschlägt. Erst nach und nach wächst das Vertrauen in das Baden und der Spaß steht für das Baby im Vordergrund. Waschen Sie es liebevoll mit einem Waschlappen und denken Sie dabei besonders an die Hautspalten und an die schlecht erreichbaren Stellen. Haare waschen Sie erst gegen Ende, damit der Kopf nicht auskühlt.

Tipps fürs Baden

In den ersten zwei Monaten dauert das Baden etwa fünf bis zehn Minuten, damit das Baby nicht auskühlt. Viele Eltern wenden die Faustregel „Fünf Minuten länger je Lebensmonat“, aber das kann bei jedem Kind anders sein. Spätestens nach dem Auskühlen des Wassers muss das Baby aber aus der Wanne.

Bewegen Sie sich ruhig, sanft, aber doch bestimmt. Genießen Sie die Zeit zu zweit oder zu dritt. Natürlich dient das Baden dem Waschen, doch zugleich stärkt es durch den engen Körperkontakt auch die Bindung zwischen dem Baby und seinen Eltern.

Wichtig: Lassen Sie Ihr Baby nie unbeaufsichtigt in der Wanne – auch nicht nur ganz kurz. Baden Sie es deshalb zu Beginn am besten zu zweit, damit immer jemand da ist.

 

Nach dem Baden…

Achten Sie auf die richtigen Griffe, wenn Sie Ihr Baby aus der Wanne herausheben. Umfassen Sie außerdem einen Arm und Oberschenkel, da nasse Babys sehr glitschig sein können. Beim Abtrocknen sollten Sie es eher Trockentupfen. Dies gefällt sowohl dem Kind als auch der zarten Haut besser. Wickeln Sie das Kind komplett in ein Badetuch ein. Bei einem Exemplar mit Kapuze bleibt auch der Kopf schön bedeckt. Achten Sie auch beim Abtrocknen auf die Hautfalten. Manche Kinder mögen es auch, wenn Sie vorsichtig geföhnt werden. Dieser darf nicht zu heiß, aber auch nicht zu kalt sein. Anschließend können Sie das Baby mit einer milden Baby-Lotion oder einem Pflegeöl eincremen.

Nach dem Baden sind viele Babys besonders hungrig oder müde. Nach dem Trockenkuscheln ist es deshalb von Vorteil, es direkt zu Stillen oder zu füttern. Außerdem schlafen Babys im Anschluss häufig schnell und ruhig. Eine gute Möglichkeit für gemeinsame Zeit mit dem Partner.

Übrigens: Ab etwa sechs bis acht Wochen kann das Baby ein- bis zweimal pro Woche baden. Gerade bei älteren Babys, die schneller dreckig werden, kann das natürlich häufiger vorkommen. Viele Eltern baden ihr Kind am Abend, da es weniger Störungen gibt.  Außerdem ist das Kind anschließend meist sehr müde ist und schläft schneller ein.

 

Nützliche Utensilien für das erste Bad Ihres Babys

Beim Badespaß reichen am Anfang Waschlappen und Badehandtuch völlig aus. Es gibt spezielle Baby-Waschlappen, die Sie über die Hand ziehen und als Handpuppe nutzen können. Diese sind für Kinder sehr unterhaltsam. Nach ein paar Monaten ist auch Spielzeug wie beispielsweise Becher, eine Badeente oder kleine Schiffchen gut geeignet. Außerdem ist ein Badethermometer sehr nützlich, um die richtige Wassertemperatur für das Baby – vor allem am Anfang – zu finden.

Schaumbad, Seife und Shampoo

Bei Neugeborenen können Sie auf Zusätze verzichten. Nach dem Baden reicht ein Babyöl, um die zarte Haut zu pflegen. Später wählen Sie zwischen zwei separaten Produkten oder einer Ganzkörper-Waschlotion. Verwenden Sie milde Produkte, da die Haut eines Babys fünfmal so dünn wie die Haut eines Erwachsenen ist.

Kinder spielen im Wasser gerne mit großen Schaumbergen. Dazu gehören auch Seifenblasen, die eine schöne Übung fürs erste Greifen sind. Achten Sie auf ein Schaumbad, welches für empfindliche Haut geeignet ist und passen Sie auf, dass das Baby das Badewasser nicht trinkt. Vermeiden Sie ätherische Öle, da diese bei Babys gefährliche Krampfanfälle auslösen können.

Merkmale für das optimale Schaumbad

Bei einem optimalen Schaumbad sollten Sie bei Babys auf folgende Merkmale achten:

  • Die Hautverträglichkeit sollte dermatologisch durch einen Test bestätigt sein.
  • Hypoallergen
  • Kein Brennen in den Augen
  • Mild
  • Natürliche und sanfte Reinigung/Biokosmetik
  • Ohne Farbstoffe, Tierversuche und synthetische Tenisden
  • Parabenfrei
  • Sanfte Hautpflege

Beachten Sie die Anleitung, die richtigen Griffe und die Hinweise zu den Zusätzen, steht dem Badespaß mit Ihrem Baby nichts mehr im Weg!

 


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