Ein Baseballcap, oder einfach nur Cap oder Basecap genannt, ist heute eine der populärsten Kopfbedeckungen. Die Kappe kommt zwar eigentlich von den Baseball-Spielern, doch mittlerweile gehört das Basecap zu den beliebtesten Accessoires der Freizeitbekleidung. Wir schauen uns diese Variante der Schirmmütze einmal genauer an…

 

Geschichte vom Basecap

Angeblich beginnt die Geschichte des Basecaps am 24. April 1894. Damals trugen die Baseballspieler üblicherweise Strohhüte, doch die Spieler des Clubs „New York Yankees“ trugen bei dem Spiel in New Jersey steife Kappen. Sie wurden „hemispherical hats“ genannt und waren eine Art Vorreiter der heutigen Base-Caps. Diese Variante hatte allerdings noch keinen Schirm.

Um die Spieler vor der blendenden Sonne zu schützen verbesserten die Hersteller das Basecap um 1940. Sie versteiften die Vorderseite und entwickelten einen Schirm als Sonnenschutz.

Das Basecap wird zum Mode-Accessoire

In Deutschland verbreitete sich die Mütze in den 70er Jahren unter den Jugendlichen. In den beginnenden 1980ern trugen amerikanischen Straßengangs und Skateboarder vermehrt Basecaps verkehrt herum, also mit dem Schirm nach hinten. So schwappte der Trend auch nach Deutschland.

Schnell senkten sich die Produktionskosten und das Baseballcap konnte preiswert angefertigt werden. Viele Unternehmen ließen die Kopfbedeckung mit ihrem Logo bedrucken und so wurde sie seit den 90ern zum Bestandteil der Uniformmode.

Heute tragen diese Mütze nicht nur viele Jugendliche und Arbeitnehmer, auch im Baseball gehört das Cap zur Spielerkleidung. Die Spieler der Verteidigung sowie alle Schiedsrichter und Trainer tragen während des Matchs ein Basecap, während die Spieler der angreifenden Mannschaft Schutzhelme aufsetzen. Auch diese haben einen Schirm.

 

Das Basecap in der Mode

Lange Zeit galt es als Klischee, dass nur ältere Männer, die als jünger gesehen werden wollten, besser bekannt als „Berufsjugendliche“, eine Basecap tragen. So war das Accessoire vor ein paar Jahren eher unbeliebt in der jüngeren Szene. Heute sind die Kappen in jeder Generation verbreitet. Bei jungen Männern, die sich im Skater- oder Gangster-Stil kleiden, gehört sie genauso dazu wie Chucks/Sneaker und ein weites T-Shirt. Und auch immer mehr Frauen nutzen den Bad Hair Day, um ihr Cap in Szene zu setzen. Dabei sollten Sie aber auf die Marke und/oder die Art des Tragens achten.

So tragen Sie ein Basecap

Das Basecap ist nicht nur eine Art Sportkleidung sondern gehört auch zum Freizeit-Look. Die Diskussion, ob man nun den Schirm nach vorne oder nach hinten trägt ist dabei nicht wegzudenken. Während die Kids der 90er ihre Basecap-Schirme ganz cool im Boyband-Style zur Seite oder nach hinten drehten, so ist es heute gängig, die Mütze „richtig herum“ zu tragen.

Das passende Outfit ist von Typ zu Typ und Alter zu Alter unterschiedlich. Zu der Kopfbedeckung passt dabei so gut wie alles, da sie für etwas Verwegenes und Sportives sowie die ewige Jugend steht. Frauen sollten allerdings nicht ganz so tief in die Make-up-Kiste greifen, da dies dann doch einen sehr großen Stilbruch darstellen kann.

Eigenschaften der Baseballkappe

Meist wird ein Basecap aus Leinen, Wolle, Baumwolle oder Polyester gefertigt. Die vordere Seite ist üblicherweise versteift. Das Schild dient wie das der klassischen Schirmmütze auch als Sonnen-, Regen- und Stoßschutz. Die genaue Passform können die Träger meist mit einem elastischen Schweißband oder einem Druckknopf-, Klett- oder Klemmverschluss einstellen. Die Kappen mit Druckknopf sind in englischsprachigen Regionen auch als „Snapback“ bekannt. Basecaps gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Designs.

Die Besonderheit des Basecaps für Promis

Ein Basecap ist sportlich und gibt keine Angaben dazu, wie voll das Bankkonto des Trägers ist. Es zeigt also nicht, ob Sie arm oder reich sind. Das beste Beispiel ist dafür Niki Lauda, den man fast nie ohne Cap sieht. Auch viele andere Promis tragen diese „Tarnkappe“, um teilweise unentdeckt durch die Straßen von Los Angeles zu laufen – oder sie nutzen die Baseballcap als modisches Accessoire.

 


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