Die Gastronomie gehört zu den lukrativsten Geschäften weltweit. Jährlich geben die Menschen über 1.000 Milliarden Dollar in Gaststätten aus. Manche reisen sogar rund um den Globus, nur um in einem bestimmten Restaurant zu essen. Besonders diese Gäste beeindrucken die luxuriösen Gourmettempel neben dem Essen und der Einrichtung auch mit den hohen Preisen. Die folgenden zehn Restaurants gehören zu den teuersten der Welt.

 

1. Platz bei den teuersten Restaurants: SubliMotion, Ibiza (Spanien)

Den ersten Platz der weltweit teuersten Restaurants nimmt seit seiner Eröffnung 2014 das SubliMotion auf dem spanischen Ibiza ein. Im Hard Rock Hotel am Playa da Bossa kreiert der Sternekoch Paco Roncero eine besondere Art der Haute Cuisine. Das 20-Gänge-Menü ist eine Verbindung aus Essen, Kunst und Technologie, weshalb es als eine einmalige Esserfahrung gilt. Der Besuch des teuersten Restaurants der Welt verspricht ein einzigartiges Abenteuer.

Sie genießen Ihr Menü hier mit allen Sinnen im Rahmen einer einzigartigen Inszenierung. Tische und Wände sind Screens und Projektionsflächen, die Luftfeuchtigkeit wird ans Essen angepasst und selbst das Licht und die Farben auf den Tellern haben den Zweck, den Gast in eine besondere Stimmung zu versetzen. Roncero richtete dafür eigens eine Einsatzzentrale mit mehreren Computern ein, die die Besucher während eines jeden Ganges mit bestimmten Licht- und Farbeffekten stimulieren.

Kosten für ein „emotionales Erlebnis“ im SubliMotion

Roncero setzt auf die Strategie der Molekularküche. Die kleinen, aber sehr dekorativen Appetithäppchen tischt der Star-Koch mehrfach auf, immer in verschiedenen Variationen. So kommen am Ende 20 Gänge zusammen. Zudem ist das Restaurant sehr exklusiv. Nur zwölf Personen haben Platz im teuersten Restaurant der Welt. Das interaktive Gourmet-Erlebnis hat natürlich einen stolzen Preis: für das Menü bezahlen Sie etwa 1500 Euro – ohne Getränke!

 

2. Kitcho, Kyoto (Japan)

Im Kitcho werden Kunstwerke serviert. Die Menüs zeichnet etwas Besonderes aus: der Gast kann sich nicht aussuchen, was er essen möchte. Das Team um den Drei-Sterne-Koch Kunio Tokuoka, dem Enkel des Gründers Teiichi Yuki, stellt ein traditionell japanisches Menü zusammen, auf welches sich die Besucher einlassen müssen. Das Essen wird häufig als „nicht von dieser Welt“ angepriesen. Die kulinarische Reise der Gaumenfreuden führt die Gourmets in die Tradition des japanischen Kaiseki ein. Dies bezeichnet leichte Speisen, die zur traditionellen japanischen Teezeremonie serviert wird.

Natürlich möchte man bei der Vorfreude – und den Preisen – nicht enttäuscht werden. Deshalb gibt es in dem Restaurant die Möglichkeit für den Gast, schon bei der Reservierung zu sagen, welche Speisen er nicht mag. Dieser Service kostet nicht extra. Der Rest hat es allerdings in sich. Das Kitcho in Kyoto legt sehr viel Wert auf die kulinarische Tradition. Deshalb arbeitet Tokuoka mit vielen Details wie Farbkontrasten zwischen Essen und Teller oder einer aufwendigen Präsentation. Dies hat seinen Preis. Die mehrgängige Tee-Zeremonie kostet etwa 600 Dollar.

 

3. Masa, New York (USA)

Nicht viel günstiger als Platz zwei ist das Masa in New York City. Der Eigentümer und Koch Masa Takayama hat asiatische Wurzeln und ist mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Im Time Warner Center gibt es kein festes Menü, die Gäste bekommen eine Auswahl an frischen Gerichten serviert. Während eines dreistündigen kulinarischen Events gibt es sorgfältig zubereitetes Sushi – das teuerste überhaupt. Täglich werden die Zutaten frisch aus Japan eingeflogen, die Gäste begrüßt der Chefkoch persönlich. Nur 26 Personen haben hier Platz, weshalb Sie mindestens einen Monat im Voraus reservieren müssen. Es ist sehr minimalistisch eingerichtet, es gibt weder Musik, besondere Farbkonzepte noch Fenster. Dieses teure Restaurant konzentriert sich nur auf das Esserlebnis.

So sind auch die Kosten einfach zu erklären. Das Menü kostet – ohne Getränke und Steuern – etwa 400 Euro, es ist somit auch das teuerste Restaurant der USA. Die Getränke haben es ebenfalls in sich. Eine Kanne Kikuhime sake kostet 400, eine Flasche 1995er Chateau Margaux Bordeaux 1500 Dollar. Und wenn Sie die Reservierung stornieren müssen, fallen noch einmal 200 Dollar an. Doch für das Gourmet-Menü bekommen Sie luxuriöse Materialien, frische und extra eingeflogene Zutaten und eine besondere Zubereitungsmethode…

 

4. Le Meurice, Paris (Frankreich)

Unter allen Spitzenköchen gilt Alain Ducasse als Perfektionist. Der Drei-Sterne-Koch beeindruckt die Kritiker Jahr für Jahr mit den besonderen Kreationen, die ihm Höchstpunktzahlen bescheren. Ihm gehören einige der teuersten Restaurants der Welt, so auch das Pariser „Le Meurice“. In dem Luxushotel mit dem geschichtsträchtigen Speisesaal serviert er mit seinem Team ein 3-Gänge-Menü ausgesuchte Spezialitäten. Das Restaurant ist ganz im Stil von Versaille mit Kristall-Kronleuchtern, Marmor und Bronze dekoriert und bietet eine tolle Aussicht auf den Jardin des Tuileries.

Für ein Menü mit drei Spezialitäten, einer Käseauswahl und einem Dessert bezahlen die Gäste etwa 480 Euro. Dazu kommen noch die Getränke. Zu den Leckereien des Hauses gehören Hummer mit Kartoffeln, Guinea Fowl Kuchen und eine riesige Auswahl an Schokolade und Früchten.

 

5. Alain Ducasse au Plaza Athénnée, Paris (Frankreich)

Auch in einem anderen Pariser Restaurant steht der Koch mit den meisten Michelin-Sternen der Welt, Alain Ducasse, in der Küche, nämlich im „Alain Ducasse au Plaza Athénnée“. Dies zeichnet sich besonders durch seine Kinderfreundlichkeit sowie seine gesunden und umweltfreundlichen Speisen aus und ist somit ein Gourmettempel für die ganze Familie. „Nur“ 120 Euro kostet ein Kinderteller, natürlich ohne Getränke. Erwachsene sollten bei ihrem Menü mit etwa 400 Euro rechnen.

Alain Ducasse at the Dorchester, London

Der Sternekoch hat auch ein exklusives Restaurant in London. Auch hier steht der Genuss an erster Stelle, wovon sich die Gäste bei dem 7-Gänge-Menü überzeugen können. Dieses ist saisonal abgestimmt und besteht aus exquisiten Zutaten. Das kulinarische Saison-Erlebnis in der Britischen Hauptstadt kostet umgerechnet etwa 210 Euro.

 

6. The French Laundry, Yountville, Napa Valley (USA)

Im kalifornischen Yountville befindet sich ein französisches Restaurant. In dem historischen Gebäude befand sich in den 1920ern eine französische Wäscherei, was den Namen erklärt. Nun befindet sich hier das Haute Cuisine-Restaurant des Star-Kochs Thomas Keller. Er achtet gemeinsam mit seinem Team stark auf Geschmack und Ästhetik seiner Speisen. Dabei kontrolliert er auch genau, dass die Lebensmittel nicht in Berührung mit Chemie, Dünger oder Hormone kommen.

Seit 2007 hält das French Laundry seine drei Michelin-Sterne. In der Gourmetküche ist es deshalb kaum verwunderlich, dass das Menü um die 400 US-Dollar kostet. Die bleibenden (Geschmacks-) Eindrücke des Restaurants führen dazu, dass die Gäste mindestens zwei Monate im Vorfeld ihre Plätze reservieren müssen.

 

7. Ithha Undersea Restaurant, Malediven

Dieses Restaurant ist etwas ganz Besonderes. Mit seinem 180°-Panorama in fünf Meter unter dem Meeresspiegel des Indischen Ozeans haben die Besucher einen spannenden Einblick in die Unterwasserwelt mit Sicht auf zahlreiche Fische und Korallengärten. 2014 wählten die New York Daily News das Ithha (das bedeutet in der maledivischen Sprache übrigens „Perle“) sogar zum „schönsten Restaurant der Welt“.

Das Besondere am Ithha Undersea Restaurant

Es ist das erste Unterwasser-Restaurant, das bogenförmige, transparente Acrylglas reicht vom Dach bis zum Fußboden. Der Panoramablick ermöglicht es somit auch den Meeresbewohnern, den Gästen beim Essen zuzusehen. Zu den 14 Plätzen, die mindestens zwei Wochen im Voraus reserviert werden müssen, gelangen Sie über eine Wendeltreppe eines Stroh-Pavillons. Dieses luxuriöse Restaurant im Resort Conrad Maldives Rangali Island besticht zudem mit gehobener europäischer Küche mit asiatischen Elementen. Das 6-Gänge-Menü beinhaltet seltene Speisen wie Black Angus Steak und Rifffischkaviar.

Natürlich hat diese außergewöhnliche Erfahrung auch seinen Preis. Das 5-Gänge-Menü aus der maledivischen Küche mit westlichen Akzenten kostet um die 385 US-Dollar. Kinder sind hier nur beim Mittagsessen erlaubt, am Abend gibt es sogar einen Dresscode. Gut betuchte Gäste, die auch in der Nacht die Unterwasserwelt bewundern wollen, können hier auch übernachten. Das Restaurant verwandelt sich für „nur“ 10.000 US-Dollar pro Nacht in eine Suite – und am nächsten Morgen gibt es natürlich ein ausgiebiges Champagner-Frühstück.

 

8. Solo per due, Vacone (Italien)

Natürlich schafft es auch ein italienisches Restaurant auf die Liste der teuersten Restaurants der Welt. Neben dem leckeren Essen besticht es mit der romantischen Atmosphäre mit Kerzenlicht und sanfter Hintergrundmusik. Das italienische Restaurant „Solo per due“ ist das kleinste der Welt – es hat Platz für zwei Personen – und liegt im Dorf Sabia, was etwa 70 Kilometer von Rom entfernt ist. Touristen aus der ganzen Welt genießen hier in trauter Zweisamkeit eine frische und regionale Küche. Besonders Verliebte zieht es hier her – und laut Insidern ist die Liste der gelungenen Heiratsanträge hier länger als die Warteliste.

Und das will etwas heißen. Auf einen Tisch warten die Gäste hier einige Monate – es ist also nicht gerade die passende Location für das erste Date. Die Besucher haben die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Personals und können zusätzliche Dienstleistungen wie ein Feuerwerk, die Mietung eines Luxusautos oder einen besonderen Blumenschmuck buchen. Die Romantik der Extraklasse kostet etwa 335 Dollar pro Person – Wein und Champagner nicht mit eingerechnet.

 

9. Aragawa, Tokio (Japan)

Im Keller eines Bürohauses im Shinbashi Geschäftsviertel in Tokio befindet sich eins der teuersten Restaurants der Welt, das Aragawa. In dem Steakhouse haben nur 22 Menschen Platz, weshalb es hier eine lange Wartezeit von einigen Monaten gibt. Zu den beliebten Spezialitäten gehören das auf Steinkohle gegrillte Sanda Steak, das beste Kobe Rindfleisch der Welt oder der täglich frisch geräucherte Lachs. Für das Sanda Steak wählen die Köche nur Premium-Rinder aus, die ein spezielles Futter und täglich Massagen bekommen. Außerdem leben sie drei Mal so lange wie andere Artgenossen. Der Grillprozess beinhaltet zehn Stufen. Für den reinen Geschmack des Kobe-Rinds würzt es der Koch nur mit Salz und Pfeffer, es gibt keine zusätzlichen Saucen und Gewürze. Das monatlich wechselnde Menü kostet – ohne Getränke – 370 US-Dollar.

 

10. Hôtel de Ville, Crissier (Schweiz)

Das Schweizer Hôtel de Ville ist eins der teuersten Restaurants. Chefkoch Benoît und seine Frau Brigitte Violier servieren nur erlesene französische Speisen. Die Küche ist mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet, das Restaurant besticht daneben auch mit einem edlen Ambiente am Genfer See. Violier kocht kunstvoll, ohne riesige Experimente, dafür nutzt er nur die allerbesten Produkte. Besonders beliebt sind hier Wild und Fisch, die Gerichte sollen aber ihren Geschmack behalten, weshalb er nur mit drei Aromen arbeitet.

Im teuersten Restaurant der Schweiz kostet ein 4-Gänge-Menü etwa 300 Euro. Etwa 235 Euro bezahlt ein Gast, wenn er nicht à-la-carte bestellen möchte, sondern lieber ein individuelles Menü genießt, welches der Chef auf die persönlichen Vorlieben abstimmt.

 


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