Viele Knobel-Fans wollen ihre fertigen Foto-Puzzles an der Wand befestigen und es jeden Tag aufs Neue bewundern. Besonders schön ist das natürlich, wenn es gut fixiert in einem Rahmen an der Wand hängt. Wir erklären Ihnen, wie Sie ein Puzzle kleben, rahmen und es an die Wand hängen.

 

Vorbereitung: Den richtigen Untergrund besorgen

Wenn Sie das fertige Puzzle als Wandbild anbringen möchten, sollten Sie den Untergrund schon im Vorfeld besorgen. Dabei ist eine dünne Holzplatte (etwa 5 bis 6mm dick) am besten geeignet, bei tausenden Puzzleteilen können Papier oder Pappe das Gewicht nicht effektiv halten. Auch Aufhänger können Sie schon vorher an der Sperrholzplatte anbringen. Das alles gibt´s im Baumarkt zu kaufen.

Überlegen Sie sich, ob Sie das Bild rahmen möchten, bevor Sie den Zuschnitt vornehmen. Bei einem Rahmen sollte die Platte etwas größer sein, damit die Holzleisten angebracht werden können. Wenn Sie keine Rahmung möchten, kann die Platte ruhig um die 2 bis 3 mm kleiner sein.

 

Der Klassiker: Puzzle-Conserver

Viele Puzzle-Liebhaber kleben ihre fertigen Exemplare mit einem Conserver zusammen. Dazu benötigen Sie zusätzlich zum Kleber auch etwas zum Unterlegen (Zeitung, Backpapier, Folie), zwei dünne Platten (Holz oder Pappe) in der Größe des Puzzles und Büroklammern. Je nach Conserver kann sich die Herangehensweise ändern. Damit nichts passiert, lesen Sie sich unbedingt die Hinweise des Herstellers vorher genauestens durch.

Anleitung Puzzle-Conserver: Motivseite kleben

Legen Sie eine Unterlage unter das Puzzle, zum Beispiel eine Zeitung. Ziehen Sie die Unterlage langsam und vorsichtig unter das Puzzle, damit es nicht zerfällt. Am Ende muss die Motivseite nach oben zeigen.

Schütteln Sie den Kleber gut durch und tragen Sie etwas auf der Oberfläche auf. Anschließend mit einem kleinen Schwämmchen gut verstreichen, besonders in den Fugen. Gegebenenfalls wiederholen. Nach etwa einer Stunde ist der Conserver trocken und wird klar.

Anleitung Conserver: Puzzlerückseite kleben

Mit Geduld und Fingerspitzengefühl wenden Sie zuerst das Puzzle. Legen Sie eine Platte unter das Puzzle, eine weitere Platte auf das Motiv. Die beiden Pappen sollten bündig aufliegen. Fixieren Sie das „Puzzle-Sandwich“ mit Büroklammern. Gerne können Sie dafür sehr viele nehmen, so fällt das Puzzle nicht zusammen. Nun wenden Sie das Puzzle vorsichtig (am besten zu zweit). Das Motiv liegt nun auf dem Tisch. Büroklammern entfernen.

Die Rückseite bestreichen Sie nun mit dem Conserver. Achten Sie darauf, dass Sie jede Stelle erreichen. Sie können den Kleber auch direkt auf die Rückwand des Bilderrahmens geben und das Puzzle so rahmen. Für einen sicheren Halt auf dem Untergrund pressen Sie es mit schweren Büchern.

Puzzle rahmen und aufhängen

Nun können Sie das Puzzle rahmen und an die Wand hängen. Hier gibt es auch verschiedene Vorgehensweisen, je nachdem, für welche Methode Sie sich bisher entschieden haben.

Wenn Sie die Motivseite oben liegen haben, gehen Sie wie folgt vor. Nehmen Sie die Glasscheibe aus dem Bilderrahmen. Vorsichtig weglegen. Bei einem großen Rahmen sollten Sie sich von jemandem helfen lassen, damit das Glas nicht bricht. Das fixierte Puzzle ziehen Sie nun vorsichtig auf die Glasscheibe. Diese heben Sie an und legen das Puzzle vorsichtig in den Rahmen. Rückwand des Rahmens aufsetzen und entsprechend befestigen.

Wenn Sie den Conserver auf der Rückseite aufgetragen haben, können Sie das Puzzle direkt drehen, in den Rahmen legen, befestigen und es an der Wand aufhängen. Sollten Sie das Puzzle direkt an die Rahmenrückseite geklebt haben, befestigen Sie es nur noch. Aufhängen und erfreuen!

 

Puzzle mit doppelseitiges Klebeband kleben

Ein Puzzle mit maximal 200 Teilen können Sie mit doppelseitigem Klebeband oder Paketklebeband fixieren. Ein Puzzle mit relativ wenigen Teilen ist nicht so schwer, weshalb eine einfache Befestigung meist ausreicht. Bei dieser Methode ist das Puzzle recht dünn und passt gut in einen Rahmen.

Drehen Sie das Puzzle auf die Motivseite. Nutzen Sie zwei große Pappen und ordnen Sie das Puzzle wie ein Sandwich an (Pappe – Puzzle – Pappe). Fixieren Sie das Ganze mit Büroklammern. In Bahnen kleben Sie nun das Klebeband nebeneinander auf die Rückseite des Puzzles. Dabei sollte die komplette Rückseite flächendeckend beklebt werden. Ziehen Sie die Rückseite des doppelseitigen Klebebands ab und kleben Sie es auf den Untergrund.

Tipp: Das Puzzle sollte vollständig gepuzzelt sein, damit alle Teile fest zusammensitzen und sich das Bild nicht verschiebt.

 

Puzzle mit Tapetenkleister fixieren

Auch diese Methode ist weit verbreitet. Von Vorteil ist, dass der Kleister recht günstig ist und auch sehr einfach zu handhaben ist.

Befüllen Sie einen alten Behälter, den Sie nicht mehr brauchen, mit der benötigten Menge an Tapetenkleister. Geben Sie etwas Wasser hinzu, damit er etwas dünnflüssiger ist. So lässt er sich besser verarbeiten. Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser einzurühren. Wenn der Kleister zu flüssig ist, klebt er nicht mehr. Außerdem kann es passieren, dass der Untergrund aufweicht und Wellen im Bild entstehen. Passen Sie auch darauf auf, dass keine Klümpchen oder Blasen im Kleister entstehen.

Bestreichen Sie erst eine kleine Ecke des Puzzles mit dem Kleber und lassen Sie es trocknen. Probieren Sie anschließend, ob sich die Ecke anheben lässt. Dabei sehen Sie, ob der Kleister perfekt ist oder ob Sie zu viel Wasser hinzugefügt haben. Die Fixierung läuft genauso ab wie beim Puzzle-Conserver. Denken Sie aber daran, dass der Kleister in die Rillen laufen kann, wenn Sie die Rückseite bestreichen.

 


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