Sie haben keine Ahnung von Fußball, wollen aber dennoch altkluge Kommentare abgeben? Mit unserem Fußball-ABC sind Sie blitzschnell der Experte auf dem Gebiet. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Fußball-Begriffe.So können Sie bei der nächsten WM-Party richtig Klugscheißen!

 

Abseits und die Abseitsfalle

Was ist Abseits beim Fußball? Keine Regel dieses Sports wird häufiger erklärt – und missverstanden. In den offiziellen FIFA-Regeln ist das Abseits so erklärt: „Ein Spieler steht im Abseits, wenn dieser bei einer Ballabgabe eines Spielers seiner eigenen Mannschaft näher am gegnerischen Tor ist, als zwei verteidigende Spieler.“ Dabei muss der im Abseits stehende Spieler der gegnerischen Torlinie näher sein als der Ball. Außerdem ist er der Torlinie näher als der vorletzte Gegenspieler (der letzte ist in der Regel der Torwart). Es ist auch Abseits, wenn weniger als zwei gegnerische Fußballspieler bei der Ballabgabe vor ihm sind.

Ausschlaggebend ist, wo sich die Körperteile, mit denen die Sportler Tore schießen, befinden. Also kann auch eine Fußspitze als Abseits gewertet werden – im Gegensatz zu Händen oder Armen. Wenn der Ball zu einem Spieler zurückgespielt wird, der sich hinter dem Ball befindet, ist das Abseits aufgehoben.

Ab und zu sprechen manche von einem „passiven Abseits“, das heißt, ein Fußballer befindet sich an einer Abseitsposition, greift aber nicht aktiv in das Spiel ein. Das passive Abseits wird aufgehoben, wenn der Spieler vor dem Tor steht und dem Torwart die Sicht behindert.

Abseitsfalle beim Fußball

Bei der sogenannten Abseitsfalle will ein gegnerischer Spieler den Angriff mit einer Taktik beenden. Während eines Angriffs versucht ein Spieler, den Angreifer – unmittelbar, bevor er angespielt wird – ins Abseits zu stellen. Doch damit kann das Team auch viel riskieren. Gelangen die Sportler nicht rechtzeitig am Angreifer vorbei, kann dieser versuchen, ein Tor zu schießen. Außerdem ist bei der Abseitsfalle wichtig, dass die Schiedsrichter das Abseits auch sehen. Wenn nicht, hat der Gegner freies Feld.

 

Abstauber – das „einfache“ Tor aus kurzer Entfernung

Beim Abstauber schießt beispielsweise ein Mittelfeldspieler auf das Tor, der Torwart kann ihn abwehren, doch er fällt auf das Feld zurück. Häufig nutzt der Stürmer die Chance und schießt ein Tor, während der Torwart nach der Abwehr auf dem Boden liegt.

Bei guter Vorarbeit der Mitspieler kann der Stürmer aber auch einfach das Bein hinhalten, um den Ball ins Tor zu schieben. Ein Abstauber ist es ebenfalls, wenn ein Spieler die Verteidiger ausspielt und dadurch den Torwart aus der Deckung lockt. Er spielt den Ball dann an einen Mitspieler, der ihn ins leere Tor schießt. Bei einem Abstaubertor muss der Stürmer also zur richtigen Zeit am richtigen Platz stehen und schnell reagieren können.

 

Alibipass – die einfache Art, Verantwortung zu übertragen

Ein Spieler spielt einen Pass zu einem Teamkollegen, der eigentlich unnütz ist. Diese Geste nennt man Alibipass und es dient eigentlich nur dazu, die Verantwortung abzugeben. Mannschaften mit geringem Selbstvertrauen schieben sich häufig solche Bälle zu, ohne wirklich anzugreifen oder Raum zu gewinnen.

Die gegnerische Mannschaft kann sich dabei gut auf Angriffe einrichten oder auch das Spiel an sich reißen. Bei schnelleren Kombinationen hilft der Alibipass, um die gegnerische Abwehr auszutricksen, doch dafür müssen alle Spieler bereit sein. Diese sichere Art des Fußballspiels wird häufig angewendet, wenn das Spiel noch entschieden werden kann.

 

Auswärtstorregel –wichtiges Tor bei internationalen Spielen

Bei einer nationalen Meisterschaft sind Tore gleich viel wert. Steht es nach einem solchen Spiel also 2:2, herrscht Gleichstand und beide Teams bekommen einen Punkt, aber mehr bedeuten diese Treffer auch nicht. Bei internationalen Wettbewerben ist das etwas anders.

In der K.o.-Phase bei Europa oder Champions League gibt es für alle Mannschaften ein Hin- und ein Rückspiel. Bei einem Unentschieden nach den beiden Spielen ist die Auswärtstorregel von Bedeutung. Die Mannschaft, die im Auswärtsspiel mehr Tore erzielt hat, kommt eine Runde weiter.

 

Catenaccio – sehr defensive Spielweise

Manchmal ist eine sehr defensive und destruktive Spielweise vorrangig darauf ausgerichtet, kein Tor zu erhalten. Dies nennt man Catenaccio. Das gegnerische Team soll keinen Treffer landen, ob die Mannschaft selbst ein Tor erzielt, ist dabei nicht so wichtig. Bei der klassischen 4-4-2-Aufstellung spielen die vier Verteidiger sehr vorsichtig und defensiv und auch die zwei Sechser kümmern sich eher um die Zerstörung des Gegners.

Der Gegner greift das andere Team nun mit allen Mitteln an oder versucht, sich dem Spiel anzupassen. Dabei wartet die Mannschaft, bis sich eine Lücke findet – wofür diese allerdings meist viel Geduld benötigt.

Der Catenaccio entwickelte sich als Spielsystem in den 1960er Jahren in Italien. Heutzutage ist diese Spielweise eher verpönt, da Offensiv-Fußball viel attraktiver und erfolgsversprechender ist. Der italienische Begriff „catenaccio“ heißt übersetzt „Türriegel“.

 

Chancentod – selbst die beste Chance wird nicht genutzt

Ein Angreifer, der während mehrerer Spiele immer wieder gute Torchancen vorfindet und nicht trifft, bezeichnen einige ironischerweise als Chancentod. Der Spieler probiert es erneut, aber er trifft nur die Querlatte, übers Ziel heraus oder der Torwart kann jeden Schuss abwehren. Bei einem einzigen Match kann das durchaus passieren, doch bei einer ganzen Serie von Spielen erhält er bald den unrühmlichen Titel als Chancentod.

 

Doppelpass – seinen Gegner ausspielen

Bei dieser offensiven Spielweise passt ein Spieler den Ball zu seinem Mitspieler. Danach begibt er sich in Vorwärtsbewegungen. Der Mitspieler wartet kurz und schießt den Ball dann in die Laufrichtung des ersten Spielers. Der Verteidiger läuft zum zweiten Spieler. So hat der Angreifer freie Bahn und kann eine gefährliche Aktion einleiten.

So kann ein Spiel beschleunigt werden. Eine starke Abwehr spielt der Angreifer so aus. Der Ball wird von zwei Spielern schnell kombiniert, weshalb für den Gegner die Aktion schwer vorherzusehen ist.

 

Dritte Halbzeit – Fußballfans treffen sich nach dem Spiel

Nach einem Spiel treffen sich häufig die Fans der beiden generischen Fußballvereine zum Beispiel in einem Biergarten und unterhalten sich gemeinsam in geselliger Runde über das Spiel. Dabei ist es egal, ob die Fans vorher rivalisierende Teams unterstützt haben – bei der dritten Halbzeit steht die Freude am Fußball im Vordergrund.

 

Double – doppelter Triumph für einen Fußballverein

Eine Mannschaft gewinnt innerhalb einer Saison zwei Titel. Bei einem Double gewinnt z.B. eine deutsche Fußballmannschaft im selben Jahr den DFB-Pokal sowie die deutsche Meisterschaft. Rekord-Doublegewinner der Männer ist mit elf Doubles der FC Bayern München, bei den Frauen der 1. FFC Frankfurt mit sechs Doubles.

 

Englische Woche – die stressigsten Tage der Spieler

Bei der Englischen Woche stehen drei Spiele innerhalb einer Kalenderwoche auf dem Plan. Besonders in der englischen Premier League sind Spieler mit 38 Liga-Spielen sowie zwei Pokalwettbewerben und Europapokal-Turnieren fast permanent bei Matches. Die Zweitligisten haben sogar 46 Liga-Spiele.

Der Begriff, der eigentlich vom Cricket kommt, heißt in England übrigens Three-Game-Week, doch auch in anderen europäischen Ländern spricht man bei diesem Phänomen von der Englischen Woche. In Deutschland bestreiten die Teams pro Saison im Durchschnitt eine bis drei solcher Englischen Wochen, die Spieltage sind dienstags und mittwochs.

 

Fahrstuhlmannschaft –das Team zwischen den Ligen

Pendelt ein Team immer wieder zwischen zwei Ligen, sprechen viele von einer Fahrstuhlmannschaft. Für die eine Liga ist der Verein zu schwach, für die andere zu stark und so folgt auf einen Aufstieg in der Regel ein Abstieg. Trotz bester Voraussetzungen kann der Verein in der besseren Liga nicht bestehen und so kommt es häufig zu Trainerwechseln.

In der deutschen Fußball-Bundesliga bezeichnen einige die Mannschaften 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld, Hertha BSC, den MSV Duisburg sowie den VfL Bochum als eine solche Fahrstuhlmannschaft. Diese hatten sieben, beziehungsweise 6 Aufstiege und acht bis sechs Abstiege.

 

Fallrückzieher – mit dem Rücken zum Tor zielen

Manchmal bekommt ein Spieler einen Ball zugespielt, der mit dem Rücken zum Tor steht. Er wirft sich daraufhin nach hinten und versucht, den Ball mit ausgestrecktem Bein zu treffen, wodurch er in Richtung des Tors fliegt.

Der Torwart bereitet sich auf den Schuss vor und kann ihn deshalb häufig abwehren, doch manchmal wird er auch von einem Fallrückzieher überrascht und der Treffer gelingt. Dieser ist sehr spektakulär und wird deshalb häufig zum „Tor des Monats“ gekürt.

 

Fliegenfänger – der glücklose Torwart

Ein Torwart, der häufig Bälle durchlässt, wird als Fliegenfänger bezeichnet, da man Fliegen schlecht fangen kann und sie oft ins Tor fliegen würden – so wie der Ball. Eigentlich wollen diese offensiv spielenden Torwärter die Bälle entschärfen, doch gelingt ihnen das gegenteilige.

Häufig fällt der Begriff, wenn ein Torwart von der Torlinie aus nach vorne geht, um eine Flanke zu fangen, doch er greift daneben, weshalb das gegnerische Team nur noch ins leere Tor schießen muss.

 

Für die Galerie spielen

Mit besonderen und spektakulären Tricks will ein Fußballspieler auffallen. Besonders bei einer hohen Führung spielen einige Fußballer „für die Galerie“, also das Publikum. Für die gegnerische Mannschaft ist das demütigend und das Selbstvertrauen des Teams stärkt sich dadurch nicht besonders.

Allerdings kann ein solches Verhalten besonders bei einer niedrigen Führung oder einem 0:0 auch dazu führen, dass der Gegner dadurch besonders angriffslustig oder motiviert ist. Häufig folgt auf das Schauspiel der Trickser ein Gegenangriff, der zum Tor führt.

 

Freistoß – die Spielfortsetzung nach einem Foul

Ein Spieler hat ein Foul, Handspiel oder sonstiges Vergehen verursacht. In Folge dessen erhält die gegnerische Mannschaft einen Freistoß. An der entsprechenden Stelle wird der Ball platziert und der Schiedsrichter gibt mit der Pfeife das Startzeichen zur Ausführung. Beim Fußball wird in den direkten und den indirekten Freistoß unterschieden.

Direkter Freistoß

Beim Freistoß in Tornähe, bei der die angreifende Mannschaft aus einer Distanz von 20 bis 30 Metern schießt, ist es ein direkter. An der Stelle des Vergehens, also des Fouls oder Handspiels, wird der Ball abgelegt.

Bei dem Freistoß will der Spieler den Torwart überwinden und einen Treffer landen. Das gegnerische Team stellt sich als Mauer auf und will den Ball abblocken. Es ist eine gute Chance, ein Tor zu schießen. Allerdings bleiben auch viele der Torschüsse an der Mauer hängen. Es ist allerdings dennoch eine Möglichkeit, ein Tor zu schießen.

Indirekter Freistoß

Ist der Ball weiter weg vom Tor, ist es ein indirekter Freistoß. Dabei wird der Ball zu einem Mitspieler geschossen, bevor ein Torschuss angesetzt wird. In der eigenen Spielhälfte ist es meist so, dass der Spieler, der den Freistoß ausführt, weiterspielt und dadurch gemeinsam mit den Teamkollegen neue Angriffe plant und ausführt.

In der gegnerischen Spielfeldhälfte sind indirekte Freistöße gefährlich. Von der Nähe der Seitenlinie aus schießt der Spieler beispielsweise in die Nähe des gegnerischen Strafraums und ein Mitspieler probiert, gegebenenfalls mit dem Kopf, das Tor zu treffen. Auf jeden Fall müssen mindestens zwei Spieler beteiligt sein.

 

Geisterspiel – Strafe für Verein und Fans

Nach bestimmten Vorkommnissen, beispielsweise heftigen Aktionen von Hooligans, bei denen die Polizei eingreifen musste, kann über den Verein oder auch eine Nationalmannschaft die Strafe eines Geisterspiels verhängt werden. Bei einem solchen Spiel sind keinerlei Unterstützer, also Fußballfans des Teams, erlaubt.

Ohne Publikum gibt es keine Eintrittsgelder und auch keine Unterstützung der Fans. Dennoch müssen die Spieler erfolgreich sind. Demzufolge ist dies eine besonders unangenehme Strafe – sowohl für den Fußballverein und seine Spieler als auch für die Fans, die teilweise nichts für die Ausschreitungen konnten.

 

Gelb-rote Karte – der Ausschluss eines Spielers vom Match

Mit einer gelben Karte verwarnt der Schiedsrichter einen Spieler, der während des Spiels ein unsportliches Vergehen wie ein Foul oder ein zu heftiges Kritisieren begangen hat. In einem besonders harten Fall erhält der Spieler die rote Karte, wird also vom Spiel ausgeschlossen und muss vom Platz gehen, während seine Mannschaft das Match mit einem Mitspieler weniger bestreitet.

Hat ein Spieler schon eine gelbe Karte, begeht aber noch einen Fehltritt, bekommt er eine weitere gelbe Karte, die automatisch zur roten Karte wird. Diese nennt man gelb-rote Karte. Das Resultat ist das gleiche wie bei einer einfachen roten Karte: der Spieler ist draußen und das Team spielt zu zehnt. Aus diesem Grund sind mit gelb belastete Spieler häufig vorsichtiger und auch Trainer tauschen besonders gefährdete Spieler eher aus, als die Gefahr zu riskieren.

 

Tunnel – Ball durch die Beine spielen

Bei dieser Situation schießt ein Spieler den Ball durch die Beine des Gegenspielers hindurch. Dies gibt es häufig bei Torschüssen. Der Torwart steht für die Verteidigung breitbeinig und der Angreifer „tunnelt“ ihn, indem er den Ball zwischen den Beinen ins Tor schiebt.

Ein Tunnel kann aber auch jeden anderen Spieler treffen. Bei der Offensive möchte der Spieler den Gegenspieler stoppen. Für potentielle Drehungen nach rechts oder links steht er breitbeinig. Dadurch kann der Ball durch die geöffneten Beine hindurchgespielt werden. Der Spieler läuft dann schnell am Verteidiger vorbei und setzt den Angriff fort.

 

Hattrick – der dreifache Erfolg

Wenn ein Spieler während eines Spiels drei Tore erzielt, spricht man im internationalen Fußball von einem Hattrick. In Deutschland hingegen bedeutet es, dass drei Tore in einer einzigen Spielhälfte erzielt wurden. Dabei darf auch dazwischen kein anderer Mitspieler ein Tor schießen (lupenreiner Hattrick). Die Medien berichten auch von einem Hattrick, wenn die Mannschaft oder ein Spieler einen Sportwettbewerb wie beispielsweise eine Meisterschaft oder einen Pokal dreimal in Serie gewinnt. Dies passiert relativ selten.

Während Weltmeisterschaften gab es bis heute acht Hattricks. Den letzten vollbrachte Gabriel Batisuta beim Spiel Argentinien gegen Jamaika am 21. Juni 1998. Am Ende siegte sein Team mit 5:0, die Tore von Batisuta erfolgten in der 72., 80. und 83. Minute.

 

Interimstrainer – der vorübergehender Trainer

Im Meisterschaftsbetrieb gibt es relativ häufig Trainerwechsel. Manchmal folgt sofort ein neuer Trainer, doch bei überraschenden Entscheidungen des Vereins setzt dieser einen vorübergehenden Ersatz, einen Interimstrainer, ein.

In vielen Fällen steigt der Trainerassistent zum ersatzweise neuen Cheftrainer auf, aber manchmal setzen Vereine auch bekannte Spieler ein, die ihre Karriere beendet haben und über eine Trainerausbildung verfügen. Diese genießen meist seit langer Zeit ein großes Ansehen bei den Fans.

 

Internationale Fußballbewerbe

Besonders internationale Meisterschaften stoßen auf großes Interesse – nicht nur bei Fußball-Fans. Diese Spiele bestreiten teilweise Vereine, teilweise auch Nationalmannschaften. In Europa sind wichtige Wettbewerbe auf Vereinsebene die UEFA Europa League und die UEFA Champions League.

Für Nationalmannschaften sind die bedeutendsten Turniere die Fußball-Weltmeisterschaft und die Fußball-Europameisterschaft. Beide finden jeweils alle vier Jahre statt, die Weltmeisterschaft ist dabei jedoch wichtiger.

 

Joker – der offensive Reservespieler

Während eines Fußballspiels darf der Trainer drei Feldspieler sowie einmal den Torwart wechseln. Steht es beispielsweise 1:2 und der neu eingewechselte Spieler erzielt das 2:2, ist er der stechende Joker. Es gibt auch den sogenannten Edel-Joker, der so gut wie nie von Beginn an mitspielen darf, doch ein Tor schießt, kaum, dass er das Feld betritt. Manche dieser Reservespieler erlangen deshalb diesen Ruf und das gegnerische Team ist vorsichtig, sobald der Joker eingewechselt wird.

 

Kabinenpredigt – Trainer spricht die Fehler an

Manchmal gibt es Mannschaften, die in der ersten Halbzeit nichts schaffen und wie verwandelt und durchaus erfolgreich in der zweiten Hälfte spielen. Man spricht dann davon, dass die Kabinenpredigt des Trainers funktioniert hat.

Während der Halbzeitpause spricht der Trainer mit dem Team über Fehler und was sie in der zweiten Hälfte verbessern müssen. Auch Spieler können ihre Probleme loswerden. So analysiert das Team gemeinsam die bisherige und die zukünftige Vorgehensweise im Spiel. Außerdem motiviert er die Spieler, es in der zweiten Halbzeit besser zu machen.

 

Kerze – ein misslungener Schuss

Eine Kerze entsteht häufig bei einer Abwehraktion und sieht aus wie eine Kerze. Dabei steigt der Ball fast senkrecht zum Boden, also wenn beispielsweise ein Verteidiger den Ball unter Druck aus dem eigenen Strafraum wegschießen will. Trifft er den Ball allerdings zu spät, kann er senkrecht nach oben fliegen und auch genauso wieder auf dem Boden auftreten – was wie die Form einer Kerze aussieht.

 

Kick and Rush – das Spiel mit den langen Bällen

Bei dieser körperbetonten Spielweise schießt ein Spieler den Ball weit und hoch bis in die gegnerische Spielfeldhälfte. Die Mannschaft will damit einen schnellen Abschluss erzielen. Vor allem beim englischen Fußball kommt dies häufiger vor, allerdings ist die dortige Bezeichnung schlicht „Long Ball“.

Bei dieser Taktik benötigt das Team kein langes Aufbauspiel. Allerdings kann der Stürmer den Pass nur schwer kontrollieren. Verteidiger der gegnerischen Mannschaft sind häufig in der Lage, den Angriff abzuwehren und den Ball anschließend an sich zu nehmen. Aufgrund dieses Risikos galt der Kick and Rush lange als ineffiziente Angriffstaktik. Doch im modernen Fußball kommt es verstärkt zu aufgerückten Pressinglinien, wodurch die Taktik wieder bedeutender wurde. Besonders bei Rückstand kurz vorm Spielende wendet die hintenliegende Mannschaft das Spiel mit langen Bällen als letzte Möglichkeit ein Tor zuschießen an.

 

Lange Ecke – die weit entfernte Ecke vom Tor

Die weiter entfernte Ecke vom Tor aus Sicht des Spielers, der die Ecke ausführt, ist die lange Ecke. Da der Winkel für einen potentiellen Treffer eher flach ist und der Angreifer den Torwart mit dem Ball überwinden muss, ist hier Können gefragt. Der Spieler kann drei Techniken probieren: versuchen, in die kurze oder die lange Ecke vom Tor zu schießen, er kann aber auch einen Querpass zu einem Mitspieler vor dem Tor spielen. Der Torhüter kennt diese Optionen und so weiß niemand vorher, wofür sich Spieler und Torwart entscheiden.

 

Libero – der „freie Mann“

Das 2-3-5-System gilt zwar als veraltet, der Begriff des Libero, also dem Mittelläufer, taucht dennoch ab und zu auf. Dieser Abwehrchef trägt traditionell die Rückennummer fünf und soll sich am Spielaufbau beteiligen. Somit ist er fast ein Mittelfeldspieler. Bei Angriffen stellt er eine Überzahl im Mittelfeld her und geht mit den anderen nach vorne. Der Libero ist ein Verteidigungsspieler ohne direkten Gegner, weshalb der Begriff Libero („freier Mann“) passend ist.

Heutzutage spielen viele Mannschaften mit einer Viererabwehrkette, wodurch sie auf einen Libero verzichten. Diese Rolle übernehmen defensive Mittelfeldspieler und der Torwart, welcher im modernen Fußball höhere technische Fertigkeiten aufweist als frühere. Der Begriff Liberos ist eng mit Franz Beckenbauer verbunden, da diese Position von ihm in Weltklasse-Manier umgesetzt wurde und ihn berühmt gemacht hat.

 

Mauern – eine sehr defensive Spielweise

Heutzutage spielen viele Mannschaften mit einer 4-4-2-Kombination, also mit vier Verteidigern, vier Mittelfeldspielern und zwei Stürmern. Bei der Taktik sind die Spieler sowohl im Angriff als auch in der Abwehr gut aufgestellt. Manchmal nutzen Trainer diese Aufstellung aber auch für eine starke Defensive. Dabei agieren alle Spieler als Verteidiger. Sprich bei Angriffen des Gegners unterstützt auch der Stürmer die Verteidigung.

So soll eine Mauer gebildet werden, die jegliche Art von Angriffen abwehrt. Es entsteht dadurch kein spannendes Spiel, doch es entstehen dadurch gute Möglichkeiten für einen Gegenangriff (Konter). Außerdem ist es für das gegnerische Team schwer, an einer starken Mauer vorbeizukommen.

 

Nullnummer

Eine Nullnummer ist ein Fußballspiel, welches mit 0-0, also dem niedrigsten Unentschieden endet.

 

Pause zwischen den Halbzeiten

Zwischen den 45-minütigen Halbzeiten eines Fußballspiels gibt es eine Pause, die genau 15 Minuten lang ist. In dieser Zeit können sich die Spieler etwas erholen, der Trainer hat aber auch Zeit, ihnen neue Anweisungen zu geben. So spricht das Team gemeinsam über Fehler und der Trainer motiviert sie und gibt ihnen Tipps für die zweite Halbzeit. In der Pause kann der Trainer auch Änderungen in der Taktik oder auch Umstellungen der Mannschaft vornehmen.

 

Platzwahl vor dem Match

Vor dem Spiel begrüßen sich die Mannschaften mit Handschlag und wünschen sich gegenseitig ein schönes und faires Spiel. Hintergrund ist ein Spiel zwischen den USA und dem Iran bei der Fußball-WM 1998. Nach politischen Differenzen der Länder überreichte die iranische Nationalmannschaft den US-Amerikanern Blumen und auch die Trainer schüttelten sich die Hände. Daraus entstand eine neue Tradition – sowohl bei nationalen als auch internationalen Spielen.

Anschließend treffen sich die zwei Mannschaftskapitäne und begrüßen das Schiedsrichter- Team. Mit einem Münzwurf entscheidet sich, welches Team Platzwahl hat. Der betreffende Kapitän wählt aus, auf welcher Seite seine Mannschaft die erste Halbzeit bestreitet. Nach der Pause wird getauscht.

 

Pressing – die gegnerischen Spieler unter Druck setzen

Bei der Spieltaktik des Pressings wollen die eigenen Angreifer die Abwehr- und defensiven Mittelfeldspieler des gegnerischen Teams unter Druck setzen. Dabei warten sie nicht ab, was der ballführende Spieler macht, sondern nähern sich ihm und hoffen, dass er einen Fehler begeht.

Dadurch kann sich die eigene Abwehr besser auf eine Situation einstellen und das gegnerische Team braucht länger, um einen Angriff vorzunehmen. Im Idealfall fällt sogar ein Tor. Neben dem Zeitgewinn ist auch die Verunsicherung des Gegners wichtig. Dadurch passieren leichter Missgeschicke. Durch einen Fehlpass kann sich der Ballbesitz schnell ändern und es ist eine gute Möglichkeit für starke Teams, einen Gegenangriff zu starten.

 

Querlatte: obere Verbindung des Fußballtores

Die obere Stange des Tors ist die Querlatte, bei Reportern auch als Latte abgekürzt. Sie hält es zusammen. Diese massive Querstange beendet die Torhöhe von 2,44 Metern und lässt den Ball häufig ins Feld zurückspringen, beispielsweise nach einem Weitschuss oder Kopfball.

Das Tor muss sehr massiv konstruiert sein. Bei einem starken Schuss wirken hohe Kräfte auf das Gestell. Deshalb muss es stabil sein, damit das Tor nicht umfällt. Vor einem Spiel überprüft das Schiedsrichterteam die Beständigkeit.

 

Raumdeckung – ein Spieler wird „übergeben“

Im Gegensatz zur Manndeckung übergeben Abwehrspieler sich gegenseitig einen gefährlichen Gegenspieler. Bei diesem dynamischen System deckt ein Spieler den Gegner und gibt ihn dann an einen Mitspieler weiter. So bleiben alle in Bewegung, der gegnerische Fußballer ist dennoch gedeckt.

Das Team muss sich dafür blind verstehen, da ein Stürmer sonst gegebenenfalls eine freie Bahn zum Tor hat. Bei der Raumdeckung eröffnen sich generell schnell Lücken für den Gegner, doch das Team kann flexibel darauf reagieren.

 

Rote Karte – Folgen für den Spieler

Nach schwerwiegenden Regelverstößen, wie z.B. harten Fouls oder massiver Schiedsrichter-Beleidigung, erhält ein Spieler die sofortige Rote Karte. Hier spielt es keine Rolle, ob der Spieler vorab mit einer Gelbe Karte verwarnt war.  Dadurch wird der Spieler ausgeschlossen und vom Spiel gesperrt.

Nach einer roten Karte muss ein Spieler in die Kabine und darf sich nicht an den Spielfeldrand zu den Reservespielern setzen. Die Mannschaft ist nun um einen Spieler geschrumpft und muss auch so weiterspielen – was häufig nicht so einfach ist. Der Spieler selbst ist meist für mindestens ein Spiel gesperrt, es können auch mehrere werden. Das Strafmaß entscheidet später ein Gremium. Bei einer Verhandlung analysiert das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Szene und bespricht das Strafmaß.

 

Rückennummern – was bedeuten diese?

Jeder Spieler trägt auf der Rückseite seines Trikots eine vor der Saison freiwählbare Nummer. Besonders Profis wollen Nummern, die für den Aberglaube, das Geburtsjahr oder etwas anderes persönliches sind. Früher, als die Rückennummern noch nicht ausgesucht werden konnten, standen die Zahlen eins bis elf für die jeweilige Spielposition.

1 = Torwart

2 und 3 = rechter und linker Verteidiger

4 und 6 = Außenläufer

5 = Mittelläufer (früher Libero)

7 = Rechtsaußen

8 = Halbrechter(wird sowohl als defensiver als auch als offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt)

9 = Mittelstürmer

10 = Spielmacherposition

11 = Linksaußen

 

Schiedsrichter – der Ordnungshüter beim Fußballspiel

Die Schiedsrichter sind ursprünglich schwarz gekleidet und mit einer Pfeife ausgestattet. Während des Spiels achten sie darauf, dass alle Regeln eingehalten werden. Heutzutage trägt der Schiedsrichter ein Headset, um sich mit den Schiedsrichter-Assistenten auszutauschen, wenn eine Situation nicht ganz eindeutig erscheint. Die zwei Schiedsrichterassistenten achten auf ein mögliches Abseits, weisen auf die Auswechslung eines Spielers hin und zeigen mit der Fahne, welcher Mannschaft Einwurf hat. Zusammen mit dem vierten Schiedsrichter (vierter Offizieller) bilden das Schiedsrichter-Team.

Bei einem Regelverstoß wie zum Beispiel einem Foul, pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab. Nun ist das Spiel vorerst unterbrochen. Es startet, wenn der Schiedsrichter über ein Strafmaß entschieden hat, danach beginnt es mit einem Freistoß.

Schiedsrichter erhalten häufig Lehrgänge, in denen ihnen neuste Regeln oder Veränderungen erklärt werden. Mit praktischen Beispielen lernen sie, was sie später innerhalb von Sekunden umsetzen müssen, was besonders beim Abseits häufig schwierig ist.

Schiedsrichter-Assistenten im Fußballspiel

An den Seitenlinien stehen die Schiedsrichter-Assistenten. Neben den bereits genannten Aufgaben zeigen sie auch, ob die Spieler eine Eckballposition erhalten oder der Torwart den Ball ins Spiel bringt. Die Fahne hält er auch nach oben, wenn er ein Foul gesehen hat. Besonders aber beim Abseits entscheiden die beiden Assistenten an der Seitenlinie. Deshalb stehen sie auf gleicher Höhe wie Verteidiger und Stürmer, müssen zusätzlich aber auch darauf achten, wo der Ball ist.

Vierter  Offizieller

Der vierte Offizielle (umgangssprachlich auch „vierter Mann“ genannt, steht an der Seitenlinie und hat zwei zentrale Aufgaben. Er weist die anderen Schiedsrichter auf einen Spielerwechsel hin und hält die Tafel mit den entsprechenden Rückennummern hoch. Neben ihm wartet der Spieler, der seinen Kollegen nach dem Wechsel ersetzt.

Seine zweite Aufgabe ist es, den Trainer in der Coaching-Zone und auch die Ersatzbänke zu überwachen. So ist jemand bereit, falls es zu emotionalen Ausbrüchen zwischen gegnerischen Spielern oder Trainern kommt. Ein Trainer darf heute nur noch in einem bestimmten Bereich (Coaching-Zone) bleiben. Der „vierte Schiedsrichter“ kümmert sich darum, dass dieser auch da bleibt und kann eine Abmahnung aussprechen, wenn der Trainer diese Zone häufig verlässt.

Fällt der Hauptschiedsrichter während des Spiels verletzt aus, dient der vierte Offizielle zudem als Ersatzschiedsrichter um das Spiel weiterzuleiten.

 

Schützenfest – der hohe Triumph eines Teams

Bei einem klaren Sieg über den Gegner mit vielen Toren feiern die Spieler ein „Schützenfest“. Mit einer Eigendynamik und einer Art Rausch gelingt dem Team alles und sie gewinnen haushoch. Das liegt auch daran, dass bei dieser hohen Spielfreude eines Teams der Gegner nicht mehr motiviert genug vorgeht und deshalb der anderen Mannschaft viele Chancen liefert.

 

Schwalbe – unfaires Vortäuschen eines Fouls

Sicher haben Sie es schon einmal gesehen: ein angreifender Fußballspieler lässt sich fallen und simuliert ein Foul. Besonders gerne passiert das im gegnerischen Strafraum, um einen Elfmeter zu schinden. Schiedsrichter kennen diese Situationen aber sowohl aus ihrem Arbeitsalltag als auch von ihrer Ausbildung, weshalb das Team darauf achtet, ob das Foul gegeben wird. Es kann sogar dazu kommen, dass der Spieler eine gelbe Karte erhält, weil er unfair gespielt hat.

 

Sechser – der defensive Mittelfeldspieler

Die defensiven Mittelfeldspieler sind heutzutage mit vielen Abwehraufgaben während des Spiels beschäftigt. Sie beeinträchtigen das Offensivspiel der gegnerischen Mannschaft und wollen so die Angriffe des Gegners verhindern. Sie helfen teilweise außerdem beim Spielaufbau und müssen schnell in bestimmten Spielsituationen agieren können.

Der Begriff „Sechser“ stammt von der Rückennummer sechs. Hat ein Team zwei defensive Mittelfeldspieler nennen viele dies auch „Doppelsechs“. Dabei spielt einer der beiden Spieler eher in der Offensive, der andere sichert das Team hinten ab. Die beiden können sich abwechseln und sich dem Gegner anpassen, wenn einer besser mit diesem klar kommt.

Während den Weltmeisterschaften 2010 und 2014 sowie bei der Europameisterschaft 2012 hatte die deutsche Fußballnationalmannschaft mit Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger eine „Doppelsechs“.

 

Sechspunktespiel – das Duett aus Sieg und Niederlage

Gewinnt eine Mannschaft ein Meisterschaftsspiel, erhält diese drei Punkte. Bei einem Unentschieden gibt´s für beide Teams einen und bei einer Niederlage keinen Punkt. Bei einem Sechspunktespiel treffen zwei Mannschaften mit ähnlichen Tabellenpunkten aufeinander. Der Sieger erhält wie sonst auch drei Punkte, doch der Verlierer keine. Der Gewinner profitiert sozusagen doppelt, weshalb dieser Begriff häufig in der Berichterstattung zu einem solchen Fußballspiel auftaucht.

Es treffen sich zum Beispiel Team A (33 Punkte in der Tabelle) und B (31 Punkte). Gewinnt die Mannschaft B, rückt diese vor und hat nun 34 Punkte, also einen mehr als Team A, die ohne Punkte weiterziehen. Bei einem Sieg der Mannschaft A kann diese ihren Vorsprung ausbauen und hat nun 36 Punkte. Besonders bei Abstiegs- und Aufstiegskämpfen ist ein solches Match bedeutend.

 

Sommerfußball – ein mäßig interessantes Fußballspiel

Es gibt Fußballspiele, die spannend sind und das Publikum erfreuen. Und es gibt wiederum Spiele, bei denen der Ball nur hin und her gespielt wird, aber nichts passiert. Letzteres nennt man auch (müden) Sommerfußball bzw. Sommerkick.

 

Picke – der Schuss mit der Fußspitze

Manchmal schießen Spieler den Ball mit der Spitze des Fußballschuhs, also der Fußspitze. Dieser ist nicht sehr kraftvoll, aber der Ball fliegt in einer geraden Linie. Mit „Picke schießen“ trainieren Fußballer nicht wirklich. Ein solcher Schuss geschieht eher zufällig, beispielsweise wenn ein Spieler noch gerade so herankommt und dem Ball eine andere Richtung geben kann. Dieser Überraschungsmoment kann auch zu einer Torchance führen.

 

Spitze – der Angreifer ist vorderster Spieler

Ein Angreifer oder auch Stürmer, der als erster den Kontakt zum gegnerischen Team aufnimmt, bezeichnen viele auch als Spitze. Er versucht, den Ball früh zu erobern und im Idealfall ein Tor zu schießen. Dieser Spieler wird auch häufig von seinen Mitspielern angespielt, um mit verschiedenen Techniken Erfolge zu verbuchen.

 

Strafraum – der heikle Platz vor dem Tor

Der Strafraum befindet sich um den Torraum und ist durch eine weiße Linie markiert. Das Ende des Strafraums ist 16,5 Meter vom Torpfosten entfernt. An diesen Bereich grenzt der Strafraumbogen, der bei der Ausführung eines Elfmeters wichtig ist.

Im Strafraum ist der Elfmeterpunkt. Von ihm werden diese Art Schüsse ausgeführt. Währenddessen müssen sich alle Spieler – außer des gegnerischen Torwarts – außerhalb des Bogens aufhalten, so wird der ausführende Spieler vor Störungen geschützt. Verteidiger müssen im Strafraum besonders gut aufpassen. Regelverstöße wie ein Foul oder ein Handspiel werden mit einem Elfmeter bestraft, wodurch es dabei häufig zu Treffern kommt.

 

Tödlicher Pass, er eröffnet eine gute Torchance

Ein Spieler spielt aus dem Mittelfeld einem Angreifer einen tödlichen Pass zu, was meist zu einer sehr guten Torchance führt. In dieser Spielsituation ist die gegnerische Abwehr sehr stabil, doch ein Mittelfeldspieler kann einen Pass durch die Abwehrspieler hindurch schießen. Der Mitspieler nimmt den Ball und kann ohne Hindernisse auf den Torwart zulaufen, wodurch es oft zu Treffern kommt.

Dabei muss der Angreifer aufpassen, dass er nicht zu früh losläuft, um in keine Abseitsposition zu gelangen, er muss aber auch rechtzeitig den Ball erreichen. Die gegnerische Abwehr rechnet mit einem Weitschuss oder Querpass, aber nicht mit einem Pass in den freien Raum. So muss meist der Torhüter ins Spiel eingreifen und dann den Ball über die Seitenlinie schießen.

 

UEFA Champions League und UEFA Europa League

Bei der UEFA Champions League treten europäische Fußballvereine unter dem Dach des Europäischen Fußballverbands UEFA gegeneinander an. 1955 bis 1992 trug sie den Titel „Europapokal der Landesmeister“. Rekordsieger und aktueller Titelträger ist Real Madrid. Der Verein gewann die Trophäe bereits zwölf Mal.

Der zweithöchste von der UEFA organisierte Fußball-Europapokalwettbewerb für Vereine ist die UEFA Europa League. Die Qualifikationsphase besteht aus drei Runden, es folgt eine Play-off-Runde und dann der Hauptwettbewerb. Nach einer Gruppenphase gibt es fünf K.o.-Runden. Der Gewinner spielt gegen den Sieger der UEFA Champions League im UEFA Super Cup und erhält einen Startplatz in der nächsten UEFA Champions League. Rekordsieger ist der FC Sevilla, der fünf Titel gewann. Aktueller Titelträger ist zum ersten Mal Manchester United.

 

Viererkette – die Kette aus vier Abwehrspielern

Die Viererkette setzt sich aus je zwei Außen- und Innenverteidigern zusammen. Mit dieser dynamischen Taktik sollen die Verteidiger gut aufeinander abgestimmt sein und die Abwehr sichern. Die Strategie ist im modernen Fußball weit verbreitet, sie verzichten dabei auf einen Libero. Vielmehr sollen zwei Spieler als letzte Linie vor dem Torwart fungieren.

Außerdem ist es bei dieser Taktik möglich, dass Spieler sich verschieben, je nachdem, wo sie sich orientieren müssen. So ist die gesamte Abwehr die ganze Zeit in Bewegung und kann flexibler verteidigen.

 

Vorstopper – der „Absicherer“ aus alten Zeiten

Früher spielten viele Teams im klassischen 4-3.3 System. Der Vorstopper ist dabei derjenige Spieler, der den gegnerischen Mittelstürmer in Manndeckung abschirmte. Libero und Vorstopper sicherten sich gegenseitig ab.

Im modernen 4-4-2-Spiel spielen die Innenverteidiger nicht in starrer Manndeckung, sie agieren flexibel und übernehmen je nach Spielsituation die vordersten Spitzen des Gegners.

 

Übersteiger – eine Finte des Angreifers

Ein Spieler deutet mit dem Ball an, den Ball zu einem bestimmten Spieler oder dem Tor zu schießen. Der Abwehrspieler reagiert entsprechend dieser Andeutung. Doch der Spieler steigt über den Ball und reagiert, sobald sich die gegnerische Abwehr in die falsche Richtung orientiert. So überrascht der Spieler den Gegner und überwindet ihn. Diese Situation ist der Übersteiger. Meist hat er sogar freie Bahn zum Tor oder kann problemlos zu einem Mitspieler passen.

 

Zehner – der offensive Mittelfeldspieler

Der „Spielmacher“ ist für die zentralen Angriffe einer Mannschaft zuständig. Er bereitet Tore vor und erzielt diese auch. Damit keine Lücken aufkommen, muss er eng mit dem defensiven Mittelfeldspieler arbeiten. Da der offensive Mittelfeldspieler häufig die Rückennummer 10 trägt, nennen viele ihn auch „Zehner“. Ein berühmter Sportler dieser Position war der dreimalige Weltfußballer Zinedine Zidane, der aktuell Trainer von Real Madrid ist.

 

Zwölfter Mann – die Unterstützung der Fans beim Heimspiel

Deshalb sind die meisten Fans die Unterstützer des Gastgebers. Aufgrund der Motivation der Unterstützer mit Gesängen, Klatschen und anderen Aktionen sprechen Medien gerne vom „zwölften Mann“.

 

Weitere Ausdrücke aus dem Fußballjargon/-slang

 

Bananenflanke

Zuspiel des Balles über eine größere Entfernung, bei dem der Ball eine schiefe, quasi bananenförmige Flugbahn zurücklegt

Blutgrätsche

besonders aggressive Form der Grätsche, bei der eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf genommen wird. Im engeren Sinne eine Grätsche auf den Spieler, nicht auf den Ball

Durchtanken

ein Spieler schafft es, mehrere Abwehrspieler durch eine gelungene Einzelaktion hinter sich zu lassen

Eiertor

Ein haltbarer Treffer, bei dem der Torwart einen Fehler macht. Er legt seiner Mannschaft sozusagen ein “Ei”.

Einnetzen

den Ball ins Tor schießen, ein Tor erzielen

Flügelzange

Außenstürmer, die von beiden Außenseiten Druck auf die Verteidigung ausüben

Gurkenpass

schlechter Pass

Rasenschach

stark an Sicherheit vor Ballverlust orientiertes Spielverhalten

Todesgruppe/Hammergruppe

eine Vorrundengruppe eines Turniers, in der (fast) nur starke Mannschaften aufeinandertreffen

 


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