Das klassische Poloshirt ist ein Hemd mit einem gerippten Kragen. Auch die Ärmel haben gerippte, elastische Bündchen. Mittlerweile gibt es verschiedene Stilrichtungen, Schnittformen und Farben. Dadurch ist das Polohemd nicht nur ein Klassiker in der Sportbekleidung sondern auch ein beliebtes Kleidungsstück für Arbeit und Freizeit. Ein Einblick in die Geschichte des Poloshirts.

 

Die Geschichte vom Poloshirt

Die ersten Polohemden entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts in Indien. Die Polospieler benötigten in dem subtropischen Klima ein leichtes Hemd. Indische Aristokraten trugen zur Jodhpurhose meist ein rund ausgeschnittenes, gestreiftes und etwa hüftlanges Baumwoll-Trikot. Dies bildete angeblich die Grundlage des Hemdes, wodurch die ersten Poloshirt-Versionen das Land „eroberten“.

René „Krokodil“ Lacoste entwirft das Polohemd

Der französische Tennisspieler René Lacoste entwarf ein funktionelles Hemd, das eigentlich erstmal nur für ihn selbst gedacht war. Damals trugen Tennisspieler langärmlige, weiße Hemden, was ihm allerdings nicht gefiel. So suchte er nach einer sportlich-konservativen Tennis-Bekleidung. Gemeinsam mit einem Freund, dem Textilexperten André Gillier, entwickelte Lacoste das Shirt und gründete die „Lacoste Shirt Company“. Der erste Entwurf ähnelte mit Kragen und Knopf einem Hemd, doch sorgten der leichte und atmungsaktive Baumwoll-Pique-Stoff sowie die kurzen Ärmel für ein angenehmes Tragegefühl.

Der Spitzname von Lacoste wurde zum Markenzeichen und machte das Shirt berühmt. Viele nannten den Tennisspieler auch aufgrund des Kampfgeistes und Durchhaltevermögens „Krokodil“. Er ließ das Tier als Logo auf das Poloshirt nähen und erreichte dadurch Kultstatus. Bereits im Jahr 1939 produzierte die Marke 300.000 dieser Polohemden. Lacoste war der erste Designer, der sein Logo sichtbar auf einem Kleidungsstück platzierte. Sogar der damalige US-Präsident Eisenhower trug ein solches Poloshirt beim Golfen. So wurde das „Polo“ noch berühmter und das kleine Krokodil ein Statussymbol. Bis heute steht die Kleidung von Lacoste besonders für Sportlichkeit.

Das Polo-Pique von Polo Ralph Lauren

Das nächste Kult-Poloshirt kam erst in den 1960ern auf den Markt: das Polo-Pique von Polo Ralph Lauren. Der ursprüngliche Entwurf war nach amerikanischem Stil weiter und länger als das Lacoste-Shirt. Heute gibt es das Poloshirt von Ralph Lauren in verschiedenen Schnitten, Farben, Designs und Stilen.

Natürlich stürzen sich auch andere Designer und Modeketten auf den Modeklassiker. Besonders jene aus dem Luxussegment sind begehrte Statussymbole. Neben den Polos von Lacoste sind jene von Ralph Lauren allerdings die beliebtesten Polohemden und aus der Welt der Mode nicht mehr wegzudenken.

Das Poloshirt von den 1980ern bis heute

In den 80ern bekam das Polohemd einen erneuten Hype. Jugendliche trugen Sie gerne auch mal mit aufgestelltem Kragen – etwas, was heute als absolute Modesünde gilt! Seit den „Poppern“ sind ein paar Jahre vergangen. Mittlerweile ist das sportlich-elegante Kleidungsstück häufig sogar im Businessbereich zu finden. Mit einem Pullover mit V-Ausschnitt ist es gängige Mode im Büro. Daneben gibt es das Poloshirt natürlich auch als festgelegte Arbeitskleidung. Doch natürlich lieben die Menschen es auch nach wie vor beim Sport und als Freizeit-Shirt.

 

Woher hat das Poloshirt seinen Namen?

Wie schon erwähnt liegt der Ursprung der Polohemden in Indien, wo der Polosport seit jeher sehr beliebt ist. Erst 1862 brachten britische Soldaten, die im indischen Manipur stationiert waren, den Trend-Pferdesport nach Großbritannien und dadurch auch die Polobekleidung.

Das anfängliche Poloshirt war langärmlig und aus fester Wolle. Der Kragen schützte den Nacken vor Wind und Sonne. Allerdings schränkte das T-Shirt mit seinem festen Stoff die Bewegungsfreiheit stark ein. Auch der Kragen sprang den Spielern beim Galopp der Pferde immer wieder ins Blickfeld. So veränderten sich die Shirts bis heute besonders in Bezug auf Material und Verarbeitung. Aber bis heute tragen Polospieler auch Polohemden.

 


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