Wer kennt noch die kleinen schwarzen Kassetten mit den APS-Filmrollen, die es Ende der 1990er zu kaufen gab? Manch einer stolpert beim Aufräumen des Dachbodens gern mal über alte, ungenutzte APS-Filmrollen. Wie schön wäre es, ein paar Aufnahmen für die Fotobücher, die noch aus den 90ern übrig geblieben sind, zu machen? Wenn Sie die APS-Filmrollen noch nutzen möchten, sollten Sie auf das Haltbarkeitsdatum und eine entsprechende Lagerung achten.

 

Haltbarkeit von APS-Filmrollen

Für stark gesättigte Fotos nutzen Fotografen auf der ganzen Welt gerne mal abgelaufene APS-Filmrollen, also jene, die ihr Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten haben. Mit der Zeit verlieren Filme immer mal wieder eine Stufe der Empfindlichkeit. Deshalb sollten Sie bei solchen Fotos die Blendeneinstellungen erhöhen. Pro zehn Jahre nach dem Ablaufdatum sollten Sie das Bild deshalb um eine Blende überbelichten. Haben die APS-Filmrollen also eine ISO von 400, belichten Sie sie wie eine 200 ISO.

Die richtige Lagerung von APS-Filmrollen

Wenig empfindliche Fotofilme, die Sie bei normalen Kühlschranktemperaturen lagern, halten sich deutlich länger, als es das Datum angibt. Bei schwarz-weiß-Filmen gilt dies nicht unbedingt. Zwar erstreckt sich der entstehende Grauschleier gleichmäßig über dem Film, doch der flaue Kontrast lässt sich nur mit einer späteren Bildbearbeitung korrigieren.

Generell gilt: Lagern Sie Ihre APS-Filmrollen immer kühl, am besten in einem Gefrierfach. An warmen Plätzen, wie beispielsweise dem Dachboden, in dem im Sommer eine drückende Hitze herrscht, sind die Filme nicht gut aufgehoben.

Tipp: Wenn Sie alte APS-Filmrollen kaufen möchten, sollten Sie in Erfahrung bringen, ob diese in einem Gefrierfach gekühlt wurden.

 

Was ist ein APS-Film?

1996 führten die Kamer- und Filmhersteller Canon, Nikon, Fujifilm, Kodak und Minolta das Advanced Photo System ein. Im Gegensatz zum bisherigen 35-mm-Film bestanden die APS-Filmrollen aus einer geschlossenen Kassette, in der sich der eigentliche Film befand. Diesen nahmen die (Hobby-) Fotografen nur für die Belichtung, Entwicklung, Verarbeitung und Digitalisierung heraus. Dieser konnte sich allerdings nicht am Markt durchsetzen, weshalb 2011 die Produktion der letzten analogen Entwicklungen eingestellt worden.

Einige Merkmale von APS-Filmrollen

Die Filmkassetten haben eine vierstufige Filmstatus-Anzeige. Die vier Zustände sind „unbelichtet“, „zum Teil belichtet“, „vollständig belichtet“ und „entwickelt“. So gab es keine unbelichtete oder doppelt belichtete Entwicklung mehr.

Ein wichtiges Merkmal der typischen APS-Filme ist die hohe Schärfe. Außerdem verfügen diese Fotofilme über optische und magnetische Datenspuren. Diese ermöglichen einen Datenaustausch zwischen Kamera, Film und Labor. Außerdem verbessert sich dadurch die Bildqualität bei der Erstbestellung und auch weitere Nachbestellungen haben eine gleich bleibende Qualität.

APS-Filmrollen zeichnen verschiedene Informationen auf, zum Beispiel den Filmtyp, die Filmlänge, die Filmempfindlichkeit, aufnahmespezifische Daten und eine Filmidentifikationsnummer. Das Labor wertet diese Daten aus, um eine konstante Bildqualität zu erzielen.

Bei der Verwendung von APS-Filmrollen können Sie vor den Aufnahmen aus drei verschiedenen Bildformaten mit definierten Seitenverhältnissen wählen. Diese Information speichert der Magnetstreifen und gibt sie an das Labor weiter. Zur Auswahl stehen folgende Formate:

  • High Definition: das Seitenverhältnis 16:9 ist an den Fernsehstandard HDTV angelehnt. Es betont je nach Kamerahaltung die Höhe oder Breite.
  • Classic: möchten Sie sich auf ein bestimmtes Motiv konzentrieren, nutzen Sie am besten das Seitenverhältnis 3:2. Dieses verwenden auch Kleinbildfilme besonders für Porträts.
  • Panorama: hier beträgt das superhohe Seitenverhältnis 3:1, was weite Landschaften und langgestreckte Objekte betont.

 


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