In vielen Regionen gehört zum Fastenbrechen in der Osterzeit auch ein Osterbrot. Die bekanntesten süßen Varianten sind der Osterfladen, welcher die älteste Form dieses Ostergebäcks ist, das Aachener Poschweck, das italienische Osterpinze, der Osterzopf sowie das russische Ostergebäck Paska. Erfahren Sie alles rund um den Brauch des Osterbrots – und wie Sie dieses ganz einfach zu Hause backen können.

Der Osterbrot-Brauch

Lange Zeit gehörte die 40-tägige Fastenzeit fest zu Ostern dazu. Anschließend durften wieder süße Leckereien genascht werden, weshalb das Osterbrot meist süßlich ist. Bis heute gibt es in vielen Regionen die Tradition, dass junge Gemeindemitglieder den Alten und Kranken am Karsamstag ein Osterbrot vorbeibringen.

Symbole im und am Osterbrot

Seit dem Mittelalter essen viele Menschen am Nachmittag oder auch zum Frühstück das süße Osterbrot. Doch es schmeckt nicht nur lecker, es steckt auch voller Bedeutungen. Die meist runde Form stellt die Kraft der Sonne dar, weshalb häufig auch Safran hinzugegeben wird. Die Früchte stehen für den Wunsch nach einem fruchtbaren Jahr und somit einer guten Ernte. Außerdem gibt es auf der oberen Seite des Gebäcks einen Kreuzschnitt.

Diese Symbole weisen auf den christlichen Glauben hin. Die Sonne steht für Jesus Christus als Licht der Welt. Man betete zu Gott für ein ertragreiches Jahr und das Kreuz ist das Symbol des Christentums.

Rezept für ein klassisches Osterbrot

Das benötigen Sie:

  • 500g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 1 Würfel Hefe
  • 100g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
  • 2cl Rum
  • 100g gehackte Mandeln
  • 150g Zitronat
  • 250g Rosinen oder Sultaninen
  • 1 Prise Salz

Für die Garnitur brauchen Sie außerdem 50g flüssige Butter sowie 50g feinen Zucker.

So backen Sie ein Osterbrot

Sieben Sie das Mehl in die Schüssel und drücken Sie in die Mitte eine Mulde. Aus etwas Mehl, Hefe und Milch rühren Sie einen Vorteig, den Sie 15 Minuten gehen lassen. Anschließend schmelzen Sie die Butter etwas und verkneten diese mindestens fünf Minuten lang mit dem Vorteig, dem restlichen Mehl, Salz, Zucker und dem Ei. Nun muss auch dieser Teig zugedeckt 40 Minuten an einem warmen Ort gehen.

Waschen Sie die Rosinen, trocknen Sie diese dann ab und mischen Sie sie mit Zitronat, Mandeln und dem Rum. Lassen Sie das nun 30 Minuten ziehen. Danach verkneten Sie den Teig mit den Rumfrüchten. Formen Sie alles zu einem Laib oder Osterhasen-Figuren. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech muss er erneut 20 Minuten gehen.

Anschließend schneiden Sie den Teig kreuzförmig ein. Das Osterbrot backen Sie nun circa 50 bis 60 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200°C (bei Umluft 180°C). Zum Schluss bestreichen Sie das Brot mit der flüssigen Butter und bestreuen alles mit Zucker – fertig!

Tipp: Beim Frühstück schmeckt es besonders lecker, wenn Sie Scheiben des Osterbrots mit Butter oder Margarine bestreichen.

 


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