Die meisten Arbeitnehmer verbringen mehr Zeit auf Arbeit als mit der Familie oder mit Freunden. Logisch, dass die meisten ihrem Arbeitsplatz eine persönliche Note geben wollen. In manchen Firmen müssen Sie sogar die Zimmerpflanze extra beantragen. Doch häufig dürfen die Mitarbeiter wenigstens eine kleine Fotoleinwand oder andere persönliche Gegenstände aufstellen, was das Wohlfühlen am Arbeitsplatz steigert.

Studien haben sogar belegt, dass die freie Gestaltung die Konzentration und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhöht. Achten Sie bei der Büro-Einrichtung aber darauf, dass Ihr Schreibtisch nicht zu überladen wird, sonst kann die Arbeit schnell beeinträchtigt werden. Mit unseren Tipps gestalten Sie Ihr Büro persönlich – für eine tolle Wohlfühl-Atmosphäre beim Job.

 

Persönliche Einrichtung am Arbeitsplatz

Es gibt einige Möglichkeiten, dem Arbeitsplatz eine persönliche Note zu geben. Mit Fotogeschenken, persönlichen Gegenständen, Urkunden oder auch Pflanzen können Sie eine Wohlfühloase schaffen und so dem teilweise tristen Büroalltag etwas Individuelles einhauchen.

Fotogeschenke für das Büro

Damit eine vertraute, aber nicht überladene Atmosphäre entsteht, sollten Sie nicht zu viel auf dem Tisch stapeln. Weniger ist hier auf jeden Fall mehr. Fotogeschenke und andere individuelle Gegenstände sind eine schöne Möglichkeit, der Familie, dem Partner oder Freunden einen Platz im Berufsalltag einzuräumen. Dies bringt gute Laune und ein lockeres Ambiente.

Statt einem einfachen Bilderrahmen gibt es neben der Leinwand auch andere Ideen zur Dekoration mit Fotos der Liebsten. So können Sie beispielsweise eine Holzpostkarte mit einem schönen Bild bedrucken. Ein Fotoflip beherbergt gleich mehrere Ihrer Lieblingsfotos, weshalb der Tisch immer wieder „neue“ Akzente bekommt. Die meisten haben auch einen Tischkalender oder eine Tischuhr mit eigenen Fotos auf dem Schreibtisch stehen.

Doch auch normalen Büro-Gegenständen und täglichen Begleitern können Sie etwas Persönlichkeit einhauchen, zum Beispiel mit einem Foto auf Mousepad, Schreibtischunterlage oder Magneten. Auch ein gravierter Kugelschreiber passt gut ins Büro. Ein individueller Kaffeebecher lockert die Kaffeepause mit den Kollegen auf.

Tipp: Wenn Sie keine Erlaubnis haben, das Büro nach Ihren Wünschen zu gestalten, können Sie auch tricksen und den Bildschirmschoner oder das Desktop-Bild anpassen…

Persönliche Gegenstände für den Arbeitsplatz

Nicht nur Fotos sind gut für die persönliche Wohlfühl-Atmosphäre. Auch persönliche Gegenstände am Arbeitsplatz bringen gute Laune und Motivation. Die Art der Dinge ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich. (Männliche) Führungspersönlichkeiten schmücken ihr Büro meist mit Urkunden, besonderen Zertifikaten oder sogar besonderen Modell-Autos.

Mitbringsel vom letzten Urlaub wie Muscheln oder traditionelle Gegenstände des entsprechenden Landes halten Erinnerungen wach. An Pinnwänden befinden sich häufig auch Zeichnungen der Kinder oder motivierende und inspirierende Postkarten. Auf den Schreibtischen stehen oft auch Glücksbringer oder religiöse Symbole. Und die großen Fußball-Fans dekorieren gerne mit Wimpeln, Fahnen oder einer Tisch-Torwand, um „in der Pause“ mal mit den Kollegen zu zocken.

 

Wohlfühlen am Arbeitsplatz – mit ein paar einfachen Tricks

Manchmal birgt der Arbeitsalltag nur Stress und schlechte Laune. Das ist nicht gut für die Gesundheit und die Motivation. Neben den persönlichen Einrichtungsgegenständen gibt es aber auch weitere Wohlfühlfaktoren. Das sind zum Beispiel Naschereien in greifbarer Nähe. Kleine Belohnungen steigern die Motivation und besonders Schokolade zaubert häufig ein Lächeln ins Gesicht. Obst oder Nüssen hingegen versorgen den Körper mit gesunden Fetten und Proteinen – auch nicht schlecht.

Organisation, Einrichtung und die richtige Körperhaltung

Sind Sie wirklich ein Genie, welches das Chaos beherrscht? Oder ist das doch nur Ihre Ausrede, wenn die Kollegen Sie aufziehen, weil Sie Dokumente einfach nicht wiederfinden? Versuchen Sie, auf Ihrem Schreibtisch Ordnung zu schaffen. Heften Sie Papiere ab und trennen Sie in Ihrem Stehordner die Themen voneinander. In einer Ablage ordnen Sie die Unterlagen nach Priorität und arbeiten sie dementsprechend ab. Schreiben Sie sich eine To-Do-Liste für die Woche und tragen Sie alle Termine in einen Kalender ein. Mit ein paar Hilfsmitteln findet sich schnell etwas Ordnung im Chaos.

Eine wichtige Rolle beim Wohlfühlen am Arbeitsplatz spielen auch Geräusche, die Beleuchtung und Gerüche. Sorgen Sie für eine ausreichend – und für die Augen angenehme – Beleuchtung. Ein paar ätherische Öle verströmen einen tollen Duft und steigern daneben noch die Aufmerksamkeit. In einem größeren Büro kann es zudem auch schon mal laut werden. Da hilft es, wenn Sie etwas ruhige Musik anstellen und diese mit Kopfhörern hören. Das lenkt nicht ab und Sie arbeiten konzentrierter.

Auf die Gesundheit und die Produktivität wirken sich ergonomische Faktoren positiv aus. Der Stuhl sollte so hoch sein, dass die Füße flach auf dem Boden stehen. Ein ergonomischer Bürostuhl ist in vielen Unternehmen mittlerweile Pflicht. Wenn Sie die Tastatur bedienen, sollten die Handgelenke nicht geknickt sein, sondern gerade und entspannt über die Tasten fliegen. Kennen Sie auch noch den “Daumen-Trick” aus der Schule? Ähnlich ist es beim Bildschirm. Dieser sollte etwa 50 bis 100 Zentimeter von den Augen entfernt stehen. Richten Sie Ihren Blick mittig darauf, damit Körper und Augen entspannt bleiben.

Schöne Momente im Büro

Offene Bürolandschaften sind mittlerweile im Kommen. Es ist belegt, dass diese die Kreativität und Produktivität fördert und auch die Kommunikation der Mitarbeiter ist dabei nicht zu unterschätzen. Meist sind das nämlich berufliche Gespräche, bei denen neue Ideen entstehen. Davon profitiert das Unternehmen natürlich.

Auch ein positives Arbeitsklima unter den Kollegen ist sehr wichtig, um sich am Arbeitsplatz wohlzufühlen und in der Arbeit aufzugehen. Streitereien oder gar Mobbing führen dazu, dass der entsprechende Arbeitnehmer nicht konzentriert arbeiten kann. Auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes, eine gerechte Bezahlung, das Gefühl, wirklich etwas zum Erfolg der Firma beizutragen und Karriere- oder Fortbildungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohl fühlen.

 

Raumpsychologie: Das sagt Ihr Arbeitsplatz über Sie aus

Das Büro sagt viel über einen Menschen aus, besonders über seine Persönlichkeit, Arbeitsweise und Motivation. Auch die Leidenschaft zum Job und die Loyalität zum Unternehmen sind erkennbar.

Was sagt meine Büroeinrichtung über mich aus?

Mit Bilder und Büchern können sich Arbeitnehmer selbst und ihre Karriere inszenieren. So wird es teilweise sogar zur Manipulation genutzt, um den Besuchern gewisse Botschaften zu vermitteln. Das Ausmaß der persönlichen Gegenstände zeigt beispielsweise das Wohlfühlbedürfnis, es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass das Büro ein zweites Zuhause ist.

Schreibtisch: Er verrät am meisten über den entsprechenden Mitarbeiter. Ist er ein Chaot, Technik-Nerd, ein Spießer? Besucher interpretieren unbewusst Kleinigkeiten. Ein Tischkalender, der den vergangenen Monat zeigt, gilt beispielsweise als planlos, ein Mitarbeiter, dessen Kaffeebecher zahlreiche Ringe zeigt wird als achtlos betrachtet. Wenn alle Büromaterialien immer im Blick sind, zeugt dies von Organisation. Allerdings sollten Sie in den Kalender dann aber auch Termine eintragen. Übrigens strahlt ein imposanter Schreibtischstuhl auch eine Machtposition aus.

Aktenordner: sie zeigen Struktur und Ordnung, können aber auch Prestige ausstrahlen. Wenn auf Ihrem Tisch ein Ordner mit einem deutlich sichtbaren Vermerk wie „streng vertraulich“ oder „Budgetplanung“ steht, suggeriert dies, der Mitarbeiter trägt Verantwortung und eine Führungsrolle.

Computer: Die meisten interessiert es nicht, welche Marke der PC oder Laptop hat. Viel wichtiger ist in diesem Fall die Ausrichtung. Versperrt der Bildschirm den direkten Blick zum Gesprächspartner zeigt dies eine räumliche Abgrenzung oder Blockade. Offener wirkt es mit seitlich stehenden Laptops.

Büromaterial: Post-its sind zwar nützlich, zeugen bei einem erhöhten Aufkommen aber auch von Überforderung. Werbegeschenke von Großkunden oder dem örtlichen Baumarkt kommen nie gut an. Teure und Geschmackvolle Füller, Handys oder Stifthalter sind hingegen repräsentativ und zeigen eine Wertorientierung und Wohlstand aus. Doch sie können Sie auch oberflächlich und protzig wirken lassen. Es sollte also harmonisch ins Büro passen, damit es für Stil steht.

Auszeichnungen: Trophäen stehen für einen Erfolg und somit auch für einen ehrgeizigen und zielstrebigen Charakter. Also einen Gewinner-Typ. Außerdem zeigt es auch eine Machtposition.

Pflanzen: Größe Pflanzen im Büro deuten auch Sorgfalt und Wachstum und einen loyalen Mitarbeiter hin. Er schlägt sprichwörtlich Wurzeln. Allerdings sollten Sie die klassischen Staubfänger meiden, also beispielsweise Gummibaum oder Grünlinie. Die symbolisieren nämlich nur Ideenlosigkeit.

Was Deko-Elemente im Büro aussagen

Bücher: Auch, wenn die zahlreichen Bücher im Schrank ungelesen sind, wirkt der Büroinhaber doch als gebildet, weltgewandt und smart. Dabei ist auch die Art der Literatur entscheidend. Fachbücher und Lexika machen Sie zum Experten, Kunstbände zu einem kreativen Kopf. Etwas geschmackvolle Abwechslung schadet jedoch nicht, sonst stehen Sie schnell als Fachidiot da.

Wandbilder: Große Unternehmen hängen sich heutzutage oft abstrakte Bilder von angesagten Künstlern in die Büros, um Offenheit, Kreativität, Dynamik und ein frisches Denken zu zeigen. In mittelständischen Unternehmen finden Sie häufiger Bilder von Vorfahren, die Tradition und Verlässlichkeit darstellen. Sie können Ihre Wandkunst ganz im Zeichen von Loyalität dem Unternehmen anpassen, mit individuellem Wandschmuck zeigen Sie jedoch Kreativität, was auch sehr geschätzt wird. Ihr Wandbild sollte aber nicht teurer als das vom Chef sein – kommt nie gut an!

Familienfotos: Die Bilder der glücklich lächelnden Familie können sowohl ein Statussymbol sein, aber auch auf ein schlechtes Gewissen hinweisen, weil jemand zu viel Zeit im Büro verbringt und die Familie vernachlässigt. Für die Interpretation ist die Ausrichtung der Fotos auch sehr entscheidend. Zeigt es in die Richtung des Besuchers ist es ein Statussymbol, wenn Sie es im Blick haben hat es persönliche Gründe.

Kinderbilder: Kinderzeichnungen strahlen Wärme aus. Kinder stehen für Verantwortung, Fürsorge,  Verlässlichkeit, Leichtigkeit, Vertrauenswürdigkeit und viele weitere positive Eigenschaften. Deshalb besorgen sich kinderlose Führungspersönlichkeiten oft auch selbstgemalte Bilder der Nichten und Neffen. Wichtig ist, dass sie gerahmt sind, weil sie sonst Liederlichkeit und Wankelmut darstellen.

Süßigkeiten: Die Mitarbeiter, die eine kleine Schale mit edlen Pralinen oder Bonbons auf dem Tisch stehen haben, werden meist sehr gerne besucht. Die Süßigkeiten deuten auf einen extrovertierten und geselligen Kollegen, bei dem Sie jederzeit ins Büro kommen dürfen.

 

Übrigens… Passen Sie auf, dass Telefon und Adressbox nicht verstauben, das heißt nämlich, dass Sie ungesellig sind und kaum Kontakte pflegen!

 


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